Veranstaltung musste kurzfristig verlagert werden

Sontra: AfD-Sympathisanten vor die Tür gesetzt

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Sontra. Eine als Informations- und Diskussionsveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) angekündigte Zusammenkunft in Sontra ist am Dienstagabend anders verlaufen, als geplant.

Rund fünfzehn Personen, die scheinbar an der Veranstaltung teilnehmen wollten, ist der Eintritt in das Gasthaus Kirschtraum verwehrt geblieben. Hier sollte das Treffen ursprünglich stattfinden. Gaststättenbetreiberin Ivana Krenzer sagt: „Wir haben die Veranstaltung letztendlich wieder abgesagt. Grundsätzlich stehen wir allen Besuchern offen.“ Bereits im Vorfeld hatten sich einige Anwohner empört. Dass die erste Zusage derart hohe Wellen schlägt, habe man nicht erwartet. 

Grüne Jugend erlebte Vorfall vor Ort

Die Gegebenheiten vor Ort hat unter anderem Lukas Sennhenn von der Grünen Jugend Werra-Meißner mitbekommen. Er berichtet: „Ich bin mit zwei weiteren Mitgliedern der Grünen Jugend, Max Wurdinger und Tim Martin, vor Ort gewesen. Die Personen, die wir dort antrafen, waren allesamt schon etwas älter. Sie mussten dann relativ kurzfristig umplanen. Die für 19 Uhr angekündigte Info-Veranstaltung wurde quasi auf eine Grünfläche nahe des Gasthauses verlegt.“ 

Treffen wurde ins Grüne verlegt 

Auf einer Parkbank sowie in deren Umfeld hätten sich die Teilnehmer dann circa eine halbe Stunde lang aufgehalten. Zu einem direkten Kontakt mit den Teilnehmern der AfD-Veranstaltung sei es aber nicht gekommen. 

Die Stadt Sontra und Bürgermeister Thomas Eckhardt hätten mit der Absage nichts zu tun. Eckhardt sagt gegenüber unserer Zeitung: „Im Vorfeld habe ich natürlich vernommen, dass eine solche Veranstaltung bei uns in Sontra geplant war. Für die Absage ist aber nicht die Stadt Sontra verantwortlich, auch wenn das gerade behauptet wird.“ 

An vor der Gaststätte geparkten Autos waren entsprechende Zettel angebracht worden. Weil das geplante Vorhaben in einem öffentlichen Gebäude stattfinden sollte, hätte der Besuch der Veranstaltung grundsätzlich jeder Person freigestanden, niemand hätte ihn untersagen können. „Anders wäre das bei einer Demonstration gewesen. Die hätte vorher angemeldet und erst genehmigt werden müssen“, sagt Eckhardt. 

AfD reagiert mit Ironie

Der Sprecher des AfD-Kreisverbands Werra-Meißner, Berthold Hartmann, äußert sich mit Ironie zu dem Vorfall: "Wir bedanken uns bei dem unbekannten Gönner. Wenn wir weiter so zuvorkommend behandelt werden, werden wir in absehbarer Zeit die Umfragewerte der anderen Parteien überschreiten."

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