Stadt erzeugt bereits heute 40,4 Prozent des Energiebedarfs aus Sonne, Wind und Wasser

Erneuerbare Energien: Sontra ist der Zeit voraus

+
„Wir haben scheinbar alles richtig gemacht.“ Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer freute sich über die neuesten Einspeise- und Absatzstatistiken, die Armin Schülbe (Eon) ihm jetzt überreichte. Damit erfüllt Sontra jetzt schon die Vorgaben für das Jahr 2020.

Die Stadt Sontra ist ihrer Zeit voraus. Um rund zehn Prozent wurde die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr gesteigert. Damit erfüllt Sontra bereits jetzt die Vorgaben für as Jahr 2020.

Sontra. Waren es 2010 etwa 30 Prozent, wurden in 2011 bereits 40,4 Prozent des Energiebedarfs der Stadt Sontra mit erneuerbaren Energien erzeugt.  Armin Schülbe, Leiter des Eon-Mitte-Regionalzentrums Nord, überreichte Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer jetzt Energie-Datenblätter mit den neuesten Einspeise- und Absatzstatistiken. Die Dokumente weisen unter anderem detaillierte Verbrauchszahlen für Strom und Erdgas von 2007 bis 2011 auf, Privathaushalte, Unternehmen und sogar einzelne Gewerbebereiche wie die Gastronomie werden darin aufgeführt.

Bis Ende 2011 waren in Sontra 242 Erzeugungsanlagen aus Erneuerbaren Energien ans Netz angeschlossen, die rund 14 Millionen Kilowattstunden Strom produzierten. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr für einen Haushalt konnten damit allein etwa 4000 Haushalte mit regionalem Strom versorgt werden. Der Gesetzgeber sieht vor, dass Kommunen ab dem Jahr 2020 35 Prozent ihres Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewinnen sollen. Für das Jahr 2030 sind 50 Prozent angestrebt. Grund für die gute Energiebilanz der Stadt sind unter anderem die vielen Photovoltaikanlagen. Waren es 2007 noch 57 Anlagen, liefen im vergangenen Jahr bereits 237 Anlagen. Bei anderen Kommunen des Werra-Meißner-Kreises, die durch Eon-Mitte versorgt werden, liegt der Anteil im Schnitt bei 20 Prozent.

„Wir sind sehr erfreut über unsere gute CO2-Bilanz, es sieht so aus als hätten wir alles richtig gemacht“, freut sich Bürgermeister Schäfer über die guten Nachrichten. Darauf ausruhen wolle sich die Stadt aber nicht: Neue Photovoltaikparks werden gebaut und sind im Gespräch. Zu den bereits vier Windkraftanlagen bei Berneburg sind zwei weitere in Planung bei Diemerode und Heyerode, vier weitere Flächen sind aktuell noch im Gespräch. „Neue Windparkanlagen können bis zu 3 Megawatt liefern, die Anlagen in Berneburg liefern im Vergleich nur 1,6 Megawatt“, erklärte Schülbe. Seit sechs Jahren erzeugen die Windkraftanlagen für die Gemeinde Sontra Strom, die Eon betreut mit einem Betreibervertrag die Anlagen für den Inhaber aus Norddeutschland. (sb)

Kommentare