Vertrag von Adam-von-Trott- und Barbaraschule

Sontraer Schulen kooperieren jetzt

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Alles unter Dach und Fach: Karen Ramstorf und Susanne Hermann-Borchert unterschrieben den Kooperationsvertrag der beiden Schulen, den auch Schulamtsleiterin Anita Hofmann, Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer begrüßen.

Sontra. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Adam-von-Trott Schule und die Barbaraschule zusammenarbeiten und gemeinsam Schüler unterrichten. Am Dienstagmorgen unterschrieben die beiden Schulleiterinnen Susanne Hermann-Borchert und Karen Ramstorf den Kooperationsvertrag der Schulen.

Die Schülerzahlen an der Barbaraschule sind auf Grund des demographischen Wandels rückläufig, so dass die Schule in ihrer bisherigen Form nicht weiter unterrichten könnte. „Der Prozess des Zusammenwachsens ist gar nicht so einfach, es hat eine sehr intensive Vorarbeit benötigt, um an diesen Punkt zu gelangen“, erklärte Susanne Hermann-Borchert, Schulleiterin der Adam-von-Trott Schule. Im achtseitigen Kooperationsvertrag wurden unter anderem der schulische Alltag und die Zuordnung von Schülern zu Lehrgruppen vereinbart.

„Wir benötigen für unsere Schüler nicht nur pädagogische Konzepte, sondern auch die Förderung durch Menschen, die wir so einfach sicherstellen können“, so Karen Ramstorf, Schulleiterin der Förderschule. „Klar hatten wir auch ambivalente Gefühle was die Zukunft betrifft aber wir sind auf die Adam-von-Trott Schule zugegangen und freuen uns unseren Schülern so eine Chance für einen höheren Schulabschluss zu ermöglichen“, so Ramstorf weiter. Als symbolisches Zeichen für die neue, gemeinsame Zeit überreichte sie einen Schlüssel an Hermann-Borchert, der viele Türen aufschließen soll.

Als Vorreiter im Bereich der Inklusion bezeichnete Anita Hofmann, Leiterin des Schulamts in Bebra, das Projekt. „Diese Kooperation passt sehr gut in den Werra-Meißner-Kreis und das gemeinsame Unterrichten hat eine lange Tradition an der Adam-von-Trott Schule, dieses Modellprojekt und die gemeinsamen Zukunftsvisionen werden für andere Schulen im Kreis und auch in Hersfeld-Rotenburg interessant sein“, so Hofmann weiter. Auch Landrat Stefan Reuß sieht die zukünftige gemeinsame Arbeit positiv: „Der Werra-Meißner-Kreis ist für zwei Jahre Modellregion für Inklusion, eine Verlängerung wurde uns abgelehnt deshalb müssen wir in Zukunft die Projekte mit Hilfe der Städte und Gemeinden gemeinsam voran treiben, so dass Inklusion irgendwann Normalität ist“.

Anita Hofmann nutzte im Anschluss die Chance um der Adam-von-Trott Schule drei Teil-Zertifizierungen aus dem Bereich Schule und Gesundheit zu verleihen: Für Bewegung und Wahrnehmung, Sucht- und Gewaltprävention und Umweltbildung und Nachhaltigkeit. (sb)

Von Sonja Berg

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