Tradition und Bergbau sichtbar gemacht

Sontras neues Wahrzeichen: Der Eiserne Kumpel

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Freuen sich über das neue Sontraer Wahrzeichen auf dem Marktplatz: Lothar Hellwig (von links), Rudi Kraft, Dieter Franz, Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, Gerhard Mutter und Ralf Hilmes.

Sontra. Glück und Arbeit soll er bringen und an die lange Bergbautradition erinnern: Der Eiserne Kumpel ist Sontras neues Wahrzeichen. Am Freitagabend wurde die neue Figur für die Berg- und Hänselstadt vom Knappenvereins Kupferschiefer Bergbaus auf dem Marktplatz vor dem Rathaus enthüllt.

Stolz auf ihre Symbolfigur: Die Sontraer Bergknappen zusammen mit den befreundeten Mitgliedern aus Nentershausen und Großalmerode zusammen mit dem Eisernen Kumpel.

Von einem polnischen Künstler wurde der Eiserne Kumpel geschaffen, wer seine linke Hand berührt, soll in Zukunft immer in Arbeit und Brot stehen, erklärte Rudi Kraft, Vorstandsmitglied vom Knappenverein. Zusammen mit Nentershausen Bürgermeister Ralf Hilmes, der früher selbst lange Zeit als Bergmann arbeitete, Stadtverordneten Vorsteher Gerhard Mutter und Kreisbeigeordneter Lothar Hellwig enthüllten Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer und Dieter Franz den neuen Glücksbringer vor dem Rathaus.

„So wird die über 500-jährige Tradition in unserer Stadt sichtbar und der Bergbau nicht vergessen“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer. Rudi Kraft erzählte wie der Eiserne Kumpel realisiert werden konnte: „Ganz viele Vereine, Privatpersonen und Unternehmen haben uns bei unserer Idee unterstützt, ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen, für uns als kleinen Verein wäre solch eine Summe allein nicht machbar gewesen“. Den größten Teil der Finanzierung der rund 12.000 Euro teuren Figur wurde durch die Sparkassen-Stiftung ermöglicht, aber auch der Diabetikerverein und der Heimatverein unterstützten die Bergknappen mit jeweils 1000 Euro.

Dieter Franz, der ebenfalls Mitglied im Verein ist, sprach in seiner Funktion als Mitglied des Sparkassen Stiftungskuratorium, zu den vielen Gästen: „ Projekte wie dieses, die das kulturelle Erbe bewahren, werden von uns sehr gerne unterstützt. Der Eiserne Kumpel ist ein echtes Gemeinschaftswerk im Herzen der Stadt“.

Mit Unterstützung der Silver Lions sangen die Gäste alle sieben Strophen des Steigerlieds, anschließend musste der Kumpel von allen erst einmal begutachtet und fotografiert werden. Vor den Feierlichkeiten gab es eine Gedenkminute für Horst Arnold, den ersten Vorsitzenden des Knappenvereins, der am 16. April nach langer Krankheit verstorben war.

Von Sonja Berg

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