Tier aus Sontra auch nach zehn Tagen noch vermisst

Rio bleibt verschwunden: Suche nach Golden Retriever geht weiter

Rio wird schmerzlich von seinen Besitzern vermisst. Foto: privat

Sontra. Über 37 000 Personen erreichte der Hilferuf von Familie Schubert allein über die Facebook-Seite der Werra Rundschau. Doch trotz zahlreicher Hinweise und einer groß angelegten Suchaktion ist der zweijährige Golden Retriever-Rüde Rio bislang nicht wieder aufgetaucht.

Familie Schubert ist - zehn Tage nach dem Verschwinden des zutraulichen Familienhundes - am Ende ihrer Kräfte. Ans Aufgeben denkt dennoch niemand.

Kristina Schubert steht wieder in ihrem Optikergeschäft und versucht, in den Alltag zurückzufinden. Richtig gelingen will ihr das nicht. „Wir wollen unseren Hund zurück. Wir wissen nicht, was wir noch machen sollen.“

Hund verschwand im Wald

Der 23. April: Rio wittert während eines Spaziergangs zwei Rehe und setzt ihnen nach. Die Besitzer können nicht verhindern, dass der Familienhund in einem Waldstück nahe den Windrädern bei Hornel verschwindet. Das war gegen 19.50 Uhr. Kristina Schubert schildert die darauf organisierte Suchaktion: „Noch am Abend durchkämmten wir die Umgebung, in der wir Rio zuletzt gesehen haben. Wegen Einbruch der Dunkelheit konnten wir erst am nächsten Morgen weitermachen.“ Neben Polizei und Jagdpächtern wurden Verwandte und Freunde verständigt und mobilisiert. Am Sonntag, 24. April, suchten rund 40 Personen nach Rio - zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto, Quad oder Traktor.

Decke soll Tier nach Hause führen

Spielen im Schnee: Die Suche nach dem zutraulichen Golden Retriever Rio geht weiter. Der Hund verschwand am 23. April und ist bisher noch nicht wieder aufgetaucht. Fotos:privat 

Was die Besitzer derzeit verdrängen: Kurz nachdem das Tier im Wald verschwand, fielen zwei Schüsse. Familie Schubert hofft, dass die nicht Rio galten. Angeblich sei an diesem Abend kein Jäger in diesem Waldstück unterwegs gewesen - eine Information, an die sich die Schuberts hoffnungsvoll klammern. „Vielleicht hat er sich durch die Schüsse derart erschrocken, dass er davongelaufen ist und sich seitdem irgendwo ängstlich versteckt“, sagt Kristina Schubert. Täglich fährt sie am Ort des Verschwindens vorbei. Eine dort platzierte Decke soll den Hund wieder nach Hause führen. Dort übernachtet die Familie teilweise im Wohnzimmer, um nicht zu verpassen, falls Rio doch von alleine zurückkehrt. Hunderte Flugblätter wurden in der ganzen Gegend verteilt.

• Rio ist knapp zwei Jahre alt, hat ein goldenes Fell und einen schlanken Körperbau. Auffällig sind sein mit Tatzen bedrucktes Geschirr und eine Bernsteinkette, die der Hund bei seinem Verschwinden um den Hals trug. Familie Schubert nimmt Hinweise zum Verbleib des Tieres zu jeder Uhrzeit unter 0175/8805034, oder 05653/917114 entgegen.

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