Förderverein will gute Infrastruktur und Zusammengehörigkeit langfristig sichern

Ulfens Kräfte bündeln

Die Euphorie mitnehmen: Die Vorstandsmitglieder (v. l.) Mike Meywarth, Thomas Eckhardt und Georg Göpfarth wollen den Zusammenhalt aus dem Jubiläumsjahr in die Zukunft transportieren. Foto: Stück

Ulfen. Nach der 1225-Jahrfeier im Jahr 2000 war der Zusammenhalt in Ulfen größer denn je. Das tolle Fest in dem Sontraer Stadtteil hat alle zusammengeschweißt. Im Anschluss hat sich eine Vereinsgemeinschaft gebildet, die in der Vergangenheit aber immer mehr eingeschlafen ist. Jetzt ist der Heimat- und Förderverein Ulfen gegründet worden, der das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder stärken soll.

Es ist der 15. Verein im 600-Seelen-Dorf. Braucht Ulfen überhaupt noch einen weiteren Verein? „Wir wollen die Stärken aller Vereine und der Menschen hier zum Wohle des Ortes bündeln“, sagt Thomas Eckhardt. Er ist Vorsitzender geworden. Der Vorstand wird komplettiert durch seinen Stellvertreter Mike Meywarth, die Kassierer Hermann Bodenstein und Karin Aust, die Schriftführer Rosemarie Loch und Oliver Stauffenberg sowie Pressewart Georg Göpfarth.

Perfekte Infrastruktur

Ulfen hat für die Größe des Ortes eine perfekt Infrastruktur. Kneipen, Restaurants, Tankstelle, Supermarkt, Grundschule und Kindergarten sind direkt vor Ort. Das ist ein Grund warum der Zweite Vorsitzende Mike Meywarth aus der Kreisstadt Eschwege nach Ulfen gezogen ist und hier ein Haus gebaut hat. „Diesen Status wollen wir für das Dorf unbedingt erhalten“, sagt Meywarth.

Ulfen besticht durch die Arbeit vieler Ehrenamtlicher. Im Dorf hat sich eine Rentnergruppe gebildet, auf die sich Ortsvorsteher Michael Stein und der Ortsbeirat immer verlassen konnte. Mit großem handwerklichen Geschick haben sie für kleines Geld das Dorf in Schuss gehalten. Diese Einstellung der Rentner will der Förderverein unterstützen und weitere Freiwillige generieren. „Dazu werden wir auf unsere Mitmenschen persönlich zugehen“, sagt Georg Göpfarth.

Natur- und Landschaftspflege, die Erhaltung und Wiederherstellung historisch oder kulturell wertvoller Denkmäler, die Mitwirkung bei der Dorferneuerung und -verschönerung steht unter anderem in der Satzung des Vereins.

Zwei Projekte, das hat sich der Verein bis Ende des Jahres vorgenommen, sollen auf jeden Fall noch umgesetzt werden. Ein gemeinsamer Grillplatz, ein Mehrgenerationenplatz, die Ausschilderung zum Ulfetal-Blick oder das Gipfelkreuz am Ottilienberg gehören zu den Projekten, die in Angriff genommen werden könnten. In den nächsten Wochen soll ein Fragebogen an alle Ulfener Bürger herausgehen, in dem erfragt wird, was die Einwohner bewegt. Jetzt wird erstmal eine Vorstandssitzung ins Leben gerufen, in der sich die Vereinsführung konstituiert.

Dann soll auch entschieden werden, ob der Verein einen Mitgliedsbeitrag erhebt. Genau wird der neue Verein nochmal während einer Mitgliederversammlung vorgestellt. 100 Ulfener sollen sich dem Verein bis Jahresende anschließen.

Von Tobias Stück

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