Ulfen ehrt den Meister der Pferde-Zeichnerei

Berühmter Ulfener und Maler Johann Georg Pforr erhält eigenen Platz am Brauhaus

Relikt aus dem Leben des Malers: (von links) Sponsor Karl Stauffenberg, Gisela und Werner Klopfleisch von Kloppers Brauhaus, Ulfens Ortsvorsteher Michael Stein sowie Oliver Stauffenberg vor dem Haus, in dem Johann Georg Pforr einst lebte. Foto: Faust

Ulfen. Als Maler ist der wohl berühmteste Einwohner Ulfens spätestens Ende des 18. Jahrhunderts mit seinen Kunstwerken bekannt geworden. Zu Ehren des Künstlers wird jetzt nach ihm ein eigener Platz benannt.

Spezialisiert hatte sich Johann Georg Pforr, der von 1745 bis 1798 lebte, vor allem auf die Pferdemalerei. Am 19. Juni wird zu Ehren des Künstlers der nach ihm benannte Johann-Georg-Pforr-Platz gegenüber von Kloppers Brauhaus eingeweiht.

Ulfens Ortsvorsteher Michael Stein sagt: „Wenn wir schon so einen bekannten Einwoh-ner hatten, kann man ruhig einen Platz nach ihm benennen.“ Auch wenn es nicht direkt überliefert ist, glaubt der Ortsvorsteher, dass Pforr in seinen Bildern Motive aus Ulfen aus der Erinnerung gezeichnet hat, wie die Kalkfelsen oberhalb des Dorfs.

Letzte Überreste noch vorhanden

Eine offizielle Namensgebung mit Eintrag ins Katasteramt hätte laut Stein allerdings bis zu 3000 Euro gekostet. Daher sei jetzt eine individuelle Einweihung des Platzes geplant. Der Ort - gegenüber von Kloppers Brauhaus im Ortskern - wurde dabei nicht zufällig gewählt. Am zukünftigen Johann-Georg-Pforr-Platz sind die letzten verbliebenen Überreste der einstigen landgräflichen Domäne der Familie Pforr zu finden. Ein Wirtschaftsgebäude ist noch erhalten.

Heimische Firma unterstützt Vorhaben

Mit der Firma Karl Stauffenberg GmbH aus Ulfen wurde ein Sponsor gefunden, der derzeit eine gläserne Hinweistafel anfertigen lässt, die genau hier angebracht werden soll. Karl Stauffenberg sagt: „Darauf werden wir ein Selbstbildnis von Pforr einfügen. Außerdem sollen vorbeikommende Besucher Ulfens über den Maler informiert werden.“

Die Besitzer von Kloppers Brauhaus, Gisela und Werner Klopfleisch, wollen in ihrem Gasthaus in Zukunft ebenfalls mehr auf den berühmten Maler eingehen. Werner Klopfleisch sagt: „Wir könnten zum Beispiel einen Raum in unserer Gaststätte ausbauen und ihn Pforr widmen, sozusagen eine eigene Pforr-Stube. Es wäre auch denkbar, ein eigenes Heimatmuseum für Ulfen einzurichten.“

• Die Einweihung des Johann-Georg-Pforr-Platzes auf der Fläche gegenüber von Kloppers Brauhaus findet am 19. Juni ab 10.30 Uhr statt. Anschließend organisiert die Sponsor-Firma Karl Stauffenberg eine Hausmesse auf dem angrenzenden Grundstück. Eine Einkehr ist in Kloppers Brauhaus möglich.

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