Sontraer Firma feierte 50-jähriges-Bestehen

Fit in die Zukunft: Frimo bleibt auf Trab

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Festredner: von links Hans-Günther Bayer, Geschäftsführer der Frimo-Gruppe, und der Sontraer Werkstattleiter Bernd Risse.

Sontra. „Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zurecht“, mit diesem Goethe-Zitat eröffnete Geschäftsführer Hans-Günther Bayer am Freitag die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Frimo-Gruppe in Sontra. Frimo dagegen sei leistungs- und zukunftsfähig und damit für kommende Herausforderungen bestens aufgestellt.

„Die Mitarbeiter der Sontraer Frimo sind ehrlich, fleißig und zuverlässig.“

Hans-Günther Bayer

Die Frimo-Gruppe ist weltweit mit 1200 Mitarbeitern an 15 Standorten aktiv. Die Sontraer Niederlassung ist dabei mit 180 Mitarbeitern Frimos Kompetenzzentrum für Werkzeuge und Anlagen, um Kunststoffe zu stanzen, zu pressen oder zu (ver-)formen. Die Frimo-Tochter Bo-Parts in Sontra und Nentershausen mit weiteren 80 Angestellten produziert mit diesen Maschinen Autoteile wie zum Beispiel Cockpits und Türverkleidungen. Diese 260 Mitarbeiter erwirtschaften mit 40 Millionen Euro mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes der Frimo.

Firmenchef Bayer bekräftigte daher nachdrücklich den hohen Stellenwert des Standortes für die Firmengruppe: Wer stehenbleibe, falle zurück, Frimo aber bliebe auf Trab. Die Niederlassung Sontra gehöre inzwischen zu den größten und bedeutendsten Standorten der Frimo.

Dabei fing alles mal ganz klein an: Die Firma entstand 1962 in einer Garage in Osnabrück und zählte neben den Gründern Fritsche und Möllmann nur drei weitere Mitarbeiter. Den Standort in Sontra gewann die Frimo erst 1998. Bayer wurde damals auf der Suche nach einem Spezialistenteam auf die Werkzeugbauer von Schmidt & Link aufmerksam. Frimo stieg zunächst mit 74 Prozent ins Unternehmen ein, bis die Firma am Sontraer Brodberg 2003 vollständig in die Frimo-Gruppe übernommen wurde.

Mit dieser gebündelten Kompetenz hat sich Frimo inzwischen zu einem der globalen Marktführer für die Entwicklung und Herstellung innovativer Fertigungssysteme für alle Branchen entwickelt, die Kunststoff verarbeiten.

Sontraer Werkzeuge kommen zum Einsatz, wenn leichtere Flugzeugteile aus Kohlefasern erstellt werden und selbst Ferrari-Cockpits kommen aus den Werken am Brodberg. Werksleiter Bernd Risse lobte seine Mannschaft als engagiert und loyal, die Mitarbeiter blieben im Durchschnitt mehr als zwölf Jahre, Firmenzugehörigkeiten von 40 Jahren seien keine Seltenheit.

Der Erfolg gibt Frimo recht: Mit 20 SPE-Awards, den so genannten Kunststoff-Oscars, wurde das Unternehmen bereits ausgezeichnet.

Von Wolfram Skupio

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