Waldkappeler haben mit 71,4 Prozent der Stimmen ihren Bürgermeister wiedergewählt

Adam im Amt bestätigt

Der neue alte Bürgermeister: Reiner Adam (58) wurde mit 71,4 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Wahlleiterin Ellen Graf hat die Ergebnisse der einzelnen Ortsteile übersichtlich für die Wartenden im Foyer des Waldkappeler Rathauses aufgelistet. Foto: Rissmann

Waldkappel. Reiner Adam ist und bleibt der Bürgermeister der Stadt Waldkappel. Der SPD-Kandidat trat ohne Konkurrenten zur Wahl an und konnte 71,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Obwohl Adam ohne Gegenkandidat die besten Chancen auf die Wiederwahl hatte, hat er die vergangenen Wochen vor der Wahl intensiv genutzt, ist von Haustür zu Haustür gegangen, um das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Sein Ziel war ein möglichst hohe Wahlbeteiligung und das hat er geschafft: Insgesamt 1824 der 3784 stimmberechtigten Waldkappeler konnte Adam an die Wahlurne locken. Das ist eine Wahlbeteiligung von 48,2 Prozent. „Ich bin mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden“, sagt der frisch Wiedergewählte. Denn klar sei, dass eine hohe Wahlbeteiligung bei einer alleinigen Kandidatur mehr zähle als das nackte Ergebnis. Und auch mit dem ist der 58-Jährige mehr als einverstanden: „71,4 Prozent zeigen deutlich, dass die Bürger mit meiner bisherigen Arbeit zufrieden sind.“ Die 28,6 Prozent Nein-Stimmen kann er verschmerzen. „Man kann es eben nicht jedem Recht machen.“ Auch die Stadt Waldkappel muss als Schutzschirm-Kommune einen harten Sparkurs fahren. Während Adams erster Amtszeit konnte das Defizit von 1,2 Millionen auf aktuell 400 000 Euro gesenkt werden.

Die Auszählung der insgesamt 15 Wahllokale der Stadt am Walde verfolgte Adam mit zahlreichen Mitstreitern im Foyer des Rathauses. Lange warten musste er nicht: Um 18.35 Uhr stand das Ergebnis fest. Für den 58-Jährigen beginnt nun die zweite Amtszeit. „Für mich geht es jetzt ganz normal weiter“, sagt er. Nochmal angetreten ist er, weil er bislang noch nicht alle seine Ziele erreicht hat. Drei Punkte liegen ihm dabei besonders am Herzen: Die ärztliche Versorgung in Waldkappel aufrecht zu erhalten, das Ehrenamt weiter zu stärken sowie die bestehende Infrastruktur wie Schule, Kindergärten und auch das Freibad zu erhalten. Diese Faktoren seien wichtig, um Waldkappel als Wohnort attraktiv zu gestalten und hätten daher eine hohe Priorität.

Im Blick hat Adam dabei den Bau der Autobahn 44, denn diese könnte Waldkappel als Wohnstandort für Pendler interessant machen. „Wir liegen in der Mitte zwischen Kassel und Eisenach und haben ein intaktes Wohnumfeld zu bieten.“

Von Diana Rissmann

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