Ars-Natura-Stiftung fehlt Geld für das Erneuern der Kunstwerke

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Ars Natura steht für Kunst am Wanderweg: Hier eine Skulptur im Ringgau.

Hessisch Lichtenau/Waldkappel. Ein touristisches Aushängeschild der Region bröckelt. Mehrere der 350 Kunstwerke auf den beiden 250 Kilometer langen Hauptstrecken des Kunst-Wanderwegs Ars Natura, die von Bad Wildungen bis Treffurt sowie von Kassel bis Niederaula (Kreis Hersfeld-Rotenburg) reichen, sind beschädigt oder entfernt worden.

Das Problem: „Die Ars-Natura-Stiftung hat zu wenig Geld, um Kunstwerke zu erneuern“, sagt der Vorsitzende Sandrino Sandinista Sander (Spangenberg). Durch den Werra-Meißner-Kreis verläuft der Weg auf dem Barbarossaweg X8 ab Hessisch Lichtenau-Wickersrode über die Großen Steine bei Reichenbach nach Waldkappel, wo es noch eine Nebenstrecke gibt. Ein weiterer Abschnitt liegt zwischen Ringgau-Röhrda und dem Heldrastein. Es seien keine gravierenden Schäden festgestellt worden, die auf mutwillige Zerstörung zurückzuführen sind, sagen Hessisch Lichtenaus Tourismus-Managerin Monika Walenta-Müller und Waldkappels Bürgermeister Reiner Adam.

Außerdem sei auch Grundidee, dass die oftmals aus Naturwerkstoffen bestehenden Kunstwerke auch der Witterung ausgesetzt sind. Dadurch entstehende Veränderungen seien aber keine Zerstörungen, erläutert Walenta-Müller. Je nach Kunstwerk und Schaden könnten maximal bis zu 3000 Euro Kosten entstehen, sorgt sich Sander auch um die mutwillig beschädigten Objekte. „Wenn wir den Ars Natura erhalten wollen, brauchen wir eine Förderung.“

Die Stiftung erhält weder Geld vom Land noch von den Kommunen, durch die der Kunstwanderweg verläuft. Man arbeite daran, „einen größeren Jahresetat zu bekommen“, sagt Sander. Die Stiftung lebt in erster Linie von den Zinsen ihres Stammkapitals von 120.000 Euro. „Bei den derzeitigen Zinssätzen kommen da jährlich nicht mehr als 2000 Euro raus“, erklärt Sander. Deshalb ist die Stiftung auf Sponsoren angewiesen. (jul/sff)

Keine Förderung mehr für Ranger

Wenn neue Streckenabschnitte auf dem Ars Natura angelegt werden, wird dies zu 75 Prozent über das Leader-Programm gefördert. Die übrigen 25 Prozent übernehmen meist Sponsoren. Problematisch ist aber die weitere Pflege der Kunstwerke: Früher kümmerten sich darum die Ars-Natura-Ranger. Sie waren beim Tourismus-Service Erlebnisregion Mittleres Fuldatal angestellt. Doch die Förderung für dieses Projekt sei ausgelaufen, berichtet Sander. Überwiegend muss er sich nun selbst um die Pflege der Kunstwerke kümmern. Unterstützt wird er dabei zwar von einigen ehrenamtlichen Helfern – trotzdem ist die Arbeit schwierig zu stemmen. (jul)

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