Offene Fragen klären

A44-Stammtisch lockte 50 Bürger nach Bischhausen

Bischhausen. An einer Stelle der A-44-Baustelle bei Bischhausen soll eine Brücke für den landwirtschaftlichen Verkehr entstehen. Zu sehen ist dort aber nur ein großes Loch. Warum ist das so? Beim ersten A-44-Stammtisch klärten die Verantwortlichen auf: Weil der Boden an dieser Stelle nicht besonders tragfähig ist, müssen zunächst Fundamente eingelassen werden.

Lothar Hellwig

Kaum ein Einwohner von Bischhausen ist nicht auf die ein oder andere Weise betroffen von diesem gewaltigen Bauvorhaben, der Entstehung der Autobahn 44. Wer in diesen Tagen auf der Bundesstraße entlang der Baustelle fährt, kann kaum erahnen, wie die dort entstehende Fahrbahn in einigen Jahren aussehen oder wie sie verlaufen soll. Grund genug für Ortsvorsteher und Stadtverordnetenvorsteher Lothar Hellwig einen Stammtisch zu initiieren, bei dem Fachleute sich den Fragen der Bürger stellen und so ein Forum zu bieten, bei dem Probleme angesprochen und bestenfalls sogar gelöst werden können.

50 Frauen und Männer waren am Montagabend ins Alte Amtsgericht, das Dorfgemeinschaftshaus der Bischhäuser, gekommen, um sich über aktuelle Baufortschritte zu informieren. Vertreter des Ingenieursbüros, das für die Bauüberwachung verantwortlich ist, waren ebenso gekommen wie der Bauleiter und der Schachtmeister des Projekts.

Viele Fragen geklärt

„Neben dem Informationsaustausch wollen wir erreichen, dass beide Seiten, Baufirmen und Anwohner, mehr Verständnis für einander aufbringen“, sagte Hellwig. Es sei einfach nicht immer klar, was die Arbeiter da gerade so treiben. Zur Sprache kam zum Beispiel die Problematik, dass einige Straßen im Ort durch die Baustellenfahrzeuge stärker belastet werden. Eine Lösung könne es sein, dass die Lastwagen den Verkehr auf ein Minimum beschränken und Anwohner dafür nicht auf die Nutzung oder Neuanlage von gesonderten Baustraßen pochen.

„Es hat sich gezeigt, dass die Baufirma großes Interesse an einem guten Verhältnis zu den Anwohnern hat“, sagte Hellwig. Allein deswegen sei die Veranstaltung „sehr fruchtbar“ gewesen. Fragen aus der Bevölkerung gab es zu den verschiedenen Naturschutzprojekten rund um die Baustelle, wie beispielsweise einen geplanten vier Meter hohen, engmaschigen Fledermausschutzzaun auf der nördlichen Seite der Fahrbahn zwischen der zukünftigen Ausfahrt Waldkappel und Oetmannshausen.

Gesprächsrunden wie diese plant Hellwig nun in einer Regelmäßigkeit von fünf bis sechs Wochen. Das nächste Treffen wird voraussichtlich Mitte bis Ende Mai stattfinden.

Von Lasse Deppe

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