Blutspenden rettet Leben - Heute Termin in Waldkappel

Bevor der halbe Liter Blut abgezapft wird, wird es getestet: Heinrich Kaster aus Velmeden bei einer der zahlreichen Spendentermine des DRK im Kreis. Foto:  Archiv / Leissa

Waldkappel. Gerade in den Sommermonaten werden die Blutkonserven knapp. Das liegt zum einen daran, dass im Sommer mehr Unfälle passieren, zum anderen auch daran, dass in der Urlaubszeit weniger Menschen Blut spenden gehen, sagt Manuela Larsen, Kreisbereitschaftsleiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Dabei können Blutspenden aber Leben retten. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Was passiert bei einer Blutspende? 

Jeder Spender, egal ob er zum ersten oder wiederholten Male da ist, wird zuerst allgemein nach seinem Gesundheitszustand befragt. Anschließend wird Fieber gemessen und schon mal ein kleines bisschen Blut abgenommen. „Stimmt der Eisenwert nicht, darf man nämlich nicht spenden“, erklärt Larsen. Auch bei einer Erkältung werden die Spender wieder nach Hause geschickt.

Ist aber alles in Ordnung, dürfen die Menschen den überlebensnotwendigen roten Saft spenden: Auf einer Liege können sie es sich gemütlich machen, dann wird ein halber Liter abgezapft (jeder Mensch hat gut sechs bis sieben Liter Blut). „Bevor das dann jemand anderem verabreicht wird, wird das vorher aber noch genauestens untersucht“, beruhigt die Fachfrau. Anschließend werden die Spender nach einer Ruhephase mit etwas zu Essen und zu Trinken versorgt.

Wer darf Blut spenden gehen? 

Spenden gehen darf jeder, der zwischen 18 und 72 Jahren alt ist. Bei den älteren Menschen gibt es jedoch Abstufungen: Wer älter als 68 Jahre ist, muss sich ärztlich bescheinigen lassen, dass er noch spenden darf. Möchte jemand das erste Mal spenden, darf er nicht älter als 60 sein.

Alle Personen müssen mindestens 50 Kilogramm wiegen und müssen einen Mindestabstand von 56 Tagen zwischen den Spenden einhalten, bei Frauen werden sogar zwölf Wochen empfohlen. Insgesamt dürfen Frauen viermal im Jahr Blut spenden, Männer sechsmal. „Vor einer Blutspende sollte man dann darauf achten, ausreichend zu trinken und mindestens eine richtige Mahlzeit zu sich genommen zu haben“, rät Larsen.

Wofür wird das Blut benötigt? 

Gebraucht wird das zum Beispiel, wenn ein Mensch zum Beispiel durch einen Unfall im Straßenverkehr Verletzungen erlitten und zu viel Blut verloren hat. Aber auch andere Menschen sind auf Spenden angewiesen: etwa, wenn jemand am Herzen oder an Krebs erkrankt ist.

Welche Blutgruppen werden derzeit besonders benötigt? 

Grundsätzlich freue man sich über jede Blutspende, sagt Larsen. „Aber 0 Rhesus negativ und 0 Rhesus positiv sind besonders wichtig, weil sie als Universalkonserve im Notfall bei jedem Patienten eingesetzt werden können.“

Wie lange ist das Blut haltbar? 

Ist das Blut abgegeben, wird es in seine einzelnen Bestandteile getrennt: das Plasma, die roten Blutzellen, die weißen Blutkörperchen und die Blutplättchen. Während das Plasma vor der weiteren Verwendung noch einmal vier Monate eingefroren wird, müssen die Blutplättchen, die zur Blutgerinnung wichtig sind, innerhalb von vier Tagen eingesetzt werden.

Woher weiß ich, wann ich wo Blut spenden kann? 

Die Termine des Deutschen Roten Kreuzes werden alle auf der Homepage bekanntgegeben: www.drk-blutspende.de. Der nächste Termin ist heute Abend von 17 Uhr bis 21 Uhr im Bürgerhaus in Waldkappel (Eingang von der Leipziger Straße).

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