Neue Terrasse ist in Planung

Unsere Heimat von oben (8): Aussichtsturm am Ziegenküppel

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In luftiger Höhe: Der Aussichtsturm auf dem Ziegenküppel liegt 445 Meter über dem Meeresspiegel und ist die höchste Erhebung Waldkappels. Von oben hat man einen hervorragenden Ausblick über die größtenteils naturbelassene Umgebung. 

In einer losen Reihenfolge stellen wir Orte vor, die eine wunderbare Aussicht bieten. Diesmal den Blick vom Zigenküppel beim Waldkappeler Stadtteil Burghofen.

Burghofen. Schon ab September sollen bis zu 50 zusätzliche Personen auf dem Gipfel des Ziegenküppels rasten können. Der Förderverein Ziegenküppel hat mit dem Bau einer neuen Terrasse begonnen. Die wird nach ihrer Fertigstellung neun Meter talwärts reichen. Die zusätzlichen Sitzgelegenheiten sind bereits zusammengebaut und können bald aufgestellt werden.

In Planung: Gerhard Franz plant die neue Terrasse vor dem Aussichtsturm.

Der 13 Meter hohe Aussichtsturm lockt bereits seit vielen Jahrzehnten Touristen an. 1964 wurden 3000 Übernachtungen allein im Waldkappeler Stadtteil Burghofen verzeichnet. „Um den Leuten etwas zu bieten, wurde der erste Turm gebaut“, erinnert sich Gerhard Franz, ehemaliger Ortsvorsteher von Burghofen und Mitglied im Förderverein zur Unter-haltung des zweiten Aussichtsturms. Auch Bürgermeister Reiner Adam denkt zurück: „Damals kamen etliche Touristen aus Berlin, um sich bei uns in der Region zu erholen.“

46 Stufen zum Ausblick

In Planung: Gerhard Franz plant die neue Terrasse vor dem Aussichtsturm.

Mit dem aktuellen Bauwerk, das seit dem Jahr 2010 445 Meter über dem Meeresspiegel thront, wurde der erste Turm ersetzt, der 1964 erbaut wurde. Er ist 13 Meter hoch und bietet, nachdem man die Aussichtsplattform über 46 Stufen erreicht hat, einen atemberaubenden Ausblick. Im Norden ist der Meißner zu sehen, im Osten reicht der Blick bis zu den Windrädern von Mühlhausen. Selbst der große Inselsberg im Thüringer Wald und die Wartburg sind bei gutem Wetter zu erkennen.

Attraktiv ist der Punkt für Wanderer aus der ganzen Region, aber auch aus Amerika, wie das Gipfelbuch beweist, das am Turm ausliegt. „Der Turm ist einer der Höhepunkte unseres neuen Premiumwanderwegs ,Waldkappeler Berge’“, sagt Adam.

Das Holz für den zweiten Aussichtsturm – rund 24 Festmeter Lerchenholz aus dem Waldkappeler Stadtwald – wurde in Eigenleistung gefällt und danach verarbeitet. Douglasienstämme bilden die Eckpfeiler des Bauwerks.

Ganz ohne Bagger hoben die Burghofener das Fundament aus. Finanziert wurde der Bau über Spenden und zahlreiche selbstorganisierte Veranstaltungen. Gerhard Franz sagt: „Wir haben Feiern für die Dorfgemeinschaft, Discos und mehrfach Schlachtefeste ausgerichtet, um genügend Geld zusammenzubekommen.“

Der Unterhalt des Turms und Bau der neuen Außenanlage wird zum Teil von Pachteinnahmen mehrerer Breitbandantennen gezahlt, die auf dem Dach des Bauwerks befestigt sind. Sie versorgen die umliegenden Ortschaften mit Internetempfang oder leiten diesen an andere Stationen weiter.

Wanderer, Mountainbiker und Besucher des Aussichtsturms am Ziegenküppel finden Schutz in der Burg-höfer Hütte am Fuß des Turms. Hier ist Platz für weitere 25 Personen. Eine Webcam überträgt die Aussicht vom Turm live ins Internet.

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