100 Feuerwehrleute im Einsatz

Schemmern: Produktionshalle eines Sägewerks abgebrannt

Schemmern. Großeinsatz für die Feuerwehr am Samstagmorgen: Im Waldkappeler Stadtteil Schemmern hat es in einem Sägewerk gebrannt. Fast die komplette Produktionshalle und der Spänebunker sind abgebrannt. Verletzt wurde niemand.

Aktualisiert um 14 Uhr.

Alarmiert wurden die Wehren um kurz vor 10 Uhr am Samstag. Laut Polizei habe sich das Feuer im Spänebunker entzündet. Als die Feuerwehrleute eintrafen, standen der Spänebunker sowie ein Großteil der Produktionshalle in Flammen. Rund 100 Einsatzkräfte aller Waldkappeler Wehren sowie die Feuerwehren aus Eschwege und Sontra mit Drehleitern, der Einsatzleitwagen 2 des Werra-Meißner-Kreises sowie sieben Helfer der Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks Eschwege mit Radlader und Kipper waren vor Ort. 

"Die Flammen hatten wir schnell unter Kontrolle, glücklicherweise konnten wir ein Übergreifen auf das benachbarte Wohnhaus und angrenzende Stallungen verhindern", sagte Waldkappels Stadtbrandinspektor Dieter Sandrock. Auch die dort untergestellten Kühe wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. "Auch verletzt wurde zum Glück niemand", sagt Sandrock.

Eine Herausforderung war es für die Feuerwehr Wasser zum Einsatzort zu bekommen. "Wir haben drei Leitungen bis in die 700 Meter entfernte Ortsmitte von Schemmern verlegt", sagte Sebastian Pfeil, Zugführer der Waldkappeler Feuerwehr. Bis die Wasserleitungen stabil standen, hat sich die Feuerwehr mit Güllewagen beholfen, um Wasser zum Einsatzort zu transportieren, die hatten örtliche Landwirte zur Verfügung gestellt. "Das war zwar vom Geruch her nicht schön, funktioniert aber", sagte Pfeil. Die Flammen zu löschen sei dann laut Pfeil auch schnell gelungen, allerdings dauern die Nachlöscharbeiten noch mindestens den ganzen Samstag. "Wir müssen alle Glutnester bekämpfen, was mit dem vielen herumfliegenden Sägemehl nicht so einfach ist. Aber wir wollen heute Nacht nicht noch einmal ausrücken müssen", sagte Pfeil.

Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist noch völlig unklar. "Sobald das Gelände wieder betretbar ist, wird ein Gutachter die Ursache ermitteln", sagte Walter Koschalka von der Kriminalpolizei. 

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