Gregorian Voices in der Waldkappler Stadtkirche

Begeisterten in der Stadtkirche Waldkappel: die „Gregorian Voices“. Foto: Weber

Waldkappel. Die „Gregorian Voices" - ein Chor, der im Mönchs-Habit die gregorianische Musik des Mittelalters mit Popmusik verbindet - gastierten in der Stadtkirche Waldkappel.

Vor allem im ersten Teil des Konzerts, in dem der teilweise über 1000 Jahre alte liturgische Gesang vorgestellt wurde, war verhältnismäßig überzeugend.

Dem einstimmigen gregorianischen Gesang des hohen Mittelalters haftet eben die fesselnde Kraft der konzentrierten Betrachtung an. Und auch die orthodoxen Melodien mit ihren beinahe schwermütigen Seufzern lassen niemanden unberührt.

Da schnarrt der Bordun im Bass, während sich die Stimmen kunstfertig darum herum winden. Und selbst in der modernen Pop-Hymne „Ameno“ von Era, einem französischem Musikprojekt, das dieses Genre einem größeren Publikum zugänglich gemacht hat, taucht der Bordun, der Brummbass, wieder auf. So ließ sich beim Zuhören die Entwicklung der Musik über diesen langen Zeitraum hin anschaulich verfolgen.

Im zweiten Teil des Konzerts, in dem dann Klassiker der Pop-Musik mit ins gregorianische Gewand gesteckt wurden, fehlte den Sängern allerdings die nötige Leichtfüßigkeit. Auch hätte man hier noch etwas den Staub abklopfen können.

Dennoch belohnte das Publikum die Bemühungen der „Gregorian Voices“ am Ende mit kräftigem, sogar begeistertem Applaus.

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