Sägewerk wird wieder aufgebaut

Vier Monate nach Inferno in Schemmern: Familienbetrieb erklärt Pläne für Zukunft

Spuren des Großfeuers: Noch immer sind die Aufräumarbeiten auf dem Gelände der Firma Holzbau Gunkel nicht beendet. Im Oktober soll mit dem Bau neuer Produktionshallen begonnen werden. Foto:  Faust

Schemmern. Ein Großfeuer zerstörte am 14. Mai dieses Jahres 2300 Quadratmeter Hallenfläche auf dem Firmengelände der Familie Gunkel. Gut vier Monate nach dem Unglück geht es für den Familienbetrieb erstmals wieder bergauf.

Im Oktober sollen die Bauarbeiten für mehrere neue Produktionshallen beginnen. Die volle Produktion wird im Juni 2017 wieder anlaufen.

Das Sägewerk wird komplett wiederaufgebaut, außerdem entsteht eine neue Zimmereihalle. Alles, was durch das Feuer zerstört worden ist, soll komplett wiederhergestellt werden - und noch mehr: „Wir wollen uns im Bereich der Zimmerei etwas vergrößern. Natürlich wird jetzt auch modernere Technik verbaut“, sagt Zimmer- und Dachdeckermeister Daniel Gunkel.

Die Polizei schätzte den entstandenen Schaden an Sägewerk und Schreinerei auf rund zwei Million Euro, eine genaue Summe steht aber noch immer nicht fest. Momentan sei man noch mit den Aufräum-arbeiten beschäftigt, sagt Gunkel.

Defekt löste das Feuer aus

Über eins sind die Gunkels erleichtert: Als Brandursache konnte zweifelsfrei ein technischer Defekt ausgemacht werden. „Fremdverschulden liegt nicht vor. Brandstiftung ist gerade bei Sägewerken immer ein heikles Thema.“ Bis alles wie früher ist, werden laut Schätzungen der Inhaber allerdings weitere Monate vergehen. Nach dem Feuer im Mai liefen zumindest die Zimmerei- und Dachdeckerarbeiten normal weiter. „Wir arbeiten seitdem mit angeliefertem Holz, da wir keine Möglichkeit zur eigenen Herstellung haben. Das wird dann von uns weiterverarbeitet“, sagt Gunkel.

Vor dem Feuer stellte die Firma Gunkel vor allem Kanthölzer und Holzpaletten aus Fichte, Tanne, Kiefer oder Eiche her und belieferte Kunden deutschland- und weltweit. Das Absatzgebiet soll zukünftig ähnlich bleiben.

Im WR-Gespräch versichert Gunkel, dass nach Möglichkeit alle 17 Arbeitsplätze, die sich auf drei Produktionslinien verteilten, erhalten werden sollen. Nach dem Wiederaufbau wolle man sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen. Egal ob mit eigenem Wasserlöschteich oder einer Zisterne - die Familie Gunkel will vorsorgen und eine bestmögliche Wasserversorgung garantieren. Ein Unglück wie im Mai soll sich nie wiederholen. 

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