Die Narren feierten an diesem Wochenende in Bischhausen und Wichmannshausen

Lachen für den guten Zweck

Besucherin Steffi im Kimono gewann die Wahl zum besten Kostüm vor Horst Schlämmer. Mumie und Joker gucken nur.

Bischhausen. Mit ganz viel Mühe und Kreativität besticht in jedem Jahr der Karneval in Bischhausen: Die fröhliche Elf, die sich in jedem Jahr nur zum Karneval zusammenfindet, hatte wieder ein buntes, vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, in dem sich neue und alte Jecken die Klinke in die Hand gaben.

Das Sportzentrum war am Samstagabend sehr gut gefüllt mit allerlei Narren in bunten Kostümen, die es sich bei kühlen Getränken und kleinen Snacks gutgehen ließen. Moderator Florian Schindewolf, Eduard Saakel und Tanja Lückert, die an dem Abend als Ekel Alfred und Else auftraten und viele Parodien auf „Ein Herz und eine Seele“ präsentierten, hatten das Publikum bestens im Griff. Eins der vielen Highlights des Abends war der Auftritt des Honigbergs: Unter dem Motto „Gesundheitsreform 2045“ präsentierten die Honigberg-Bewohner die zukünftigen Zustände im Pflegeheim. Hier wird alles gemeinsam erledigt und gemeinschaftlich geteilt, auch die Toilettenbürste, mit der sich nacheinander die Zähne geputzt werden. Das Besondere am Bischhäuser Karneval ist, dass alle Einnahmen für einen guten Zweck gespendet werden, in diesem Jahr an das Elternhaus für krebskranke Kinder in Göttingen.

Immer lustig in Bischhausen: Unter dem Motto „Gesundheitsreform 2045“ stellen die Bewohner des Honigbergs die zukünftigen Pflegemethoden vor. Fotos: sb

Mit einem donnernden „Wichmannshausen helau“ fiel um 20 Uhr der Startschuss zur großen Karnevalssause im Dorfgemeinschaftshaus. Bis auf den letzten Platz war dieses gefüllt, so dass kurz vor Beginn noch weitere Tische und Stühle gestellt werden mussten. Den Anfang machte Natalie Brill, die als Andrea Berg auftrat und das Publikum gleich auf ihre Seite ziehen konnte. Weiter ging es mit Mark Löffler als „Wichmannshausens größter Penner“ in der Bütt, der seinen Freund Chianti mitgebracht hatte und dessen Blut als Spätlese verkauft wird. „Ich lege mein Geld nicht bei einer Bank an, da gibt es ja höchstens noch zwei Prozent, ich lege mein Geld in Schnaps an, ein guter hat nämlich über 30 Prozent“, so Penner Mark Löffler.

Lena und Jana schlüpften in die Rollen von Hans und Franz und unterhielten sich über diverse Frauengeschichten. Mit Sprüchen wie „Meine Traumfrau hat die Maße 90, 60, 45, 90 Jahre alt, 60 Millionen schwer und 45 Grad Fieber“ brachten sie das Publikum zum Toben. (sb)

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