Spielideen für zwei Städte

Reiner Kapinus ist neu in der Jugendförderung Waldkappel und Sontra

Hat viele neue Projekte im Blick: Reiner Kapinus, neuer Jugendpfleger für Waldkappel und Sontra, am Anger in Grebendorf. Im kleinen Meinharder Ortsteil lebt der 31-Jährige mit seiner Familie. Foto:  Deppe

Waldkappel/Sontra. Eigentlich hatte Reiner Kapinus sich ja auf eine Stelle in der Jugendarbeit in Meinhard beworben. Weil diese in der Schutzschirmgemeinde aber kurzfristig gestrichen wurde, landete er in gleicher Position in zwei anderen Städten im Kreis. Seit September arbeitet er in der Awo-Jugendförderung von Waldkappel und Sontra.

Das macht er 

In Sontra und Waldkappel ersetzt Kapinus die bisherige Jugendpflegerin Annegret Feußner, die seit Ende August im Mutterschutz ist. Wöchentlich arbeitet der 31-Jährige 24 Stunden in Waldkappel und 15 in Sontra. Dabei betreut er in verschiedenen Projekten Kinder und Jugendliche. Um sich einzuarbeiten, hatte er im Sommer bereits bei den Ferienspielen der Uhlenfänger-Stadt geholfen.

Das will er 

Besonders liegt Kapinus die Reaktivierung des Waldkappeler Jugendraums in der Stadtbücherei im Herzen. „Am liebsten wäre mir, den mit Jugendlichen gemeinsam neu zu gestalten“, sagt er. Auch den Mitternachtssport ruft der ehemalige Sportstudent wieder ins Leben. In Sontra hat er mit Kollegen ein Konzept für ein Rap-Theater zum Thema Toleranz ausgearbeitet. Und eine mögliche Arbeit mit Flüchtlingskindern aus der im Feriendorf entstehenden Unterkunft sieht er als spannende Herausforderung.

Das erwartet ihn 

Als sich Kapinus kürzlich in der Stadtverordnetenversammlung Waldkappel vorstellte, kam es zu einer kuriosen Situation. Die Stadtverwaltung hatte gerade bekanntgegeben, den Vertrag mit der Awo über eine hauptamtliche Jugendförderung zu Ende März gekündigt zu haben. Offenbar allerdings nur eine reine Vorsichtsmaßnahme. „Das war in dem Moment natürlich schon komisch“, sagt Kapinus, will sich aber jetzt einfach voll auf seine Arbeit fokussieren.

So lebt er 

Seit wenigen Wochen wohnt Kapinus mit seiner Frau und der zwei-jährigen Tochter in Grebendorf. Langfristig plant er, in seinem ursprünglichen Beruf zu arbeiten. Er hat in Marburg Politik und Sport auf Lehramt studiert. „Ich glaube, ich habe mit der Fächerkombination ganz gute Chancen“, sagt er.

So erreicht man ihn 

„Wer Angebote für Kinderbetreuung sucht, soll einfach auf mich zukommen“, sagt Kapinus und meint damit zum Beispiel die Kirmes oder ähnliche Veranstaltungen. Zudem hofft er, dass die Kinder und Jugendlichen selbst viele Wünsche äußern. Kontaktdaten gibt es auf www.waldkappel.de oder facebook.de/jugend-waldkappel.

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