Kindergarten Waldkappel spendete für arme Kinder 50 Geschenke im Schuhkarton

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Alles für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“: Nicht nur Geschenke vom Kindergarten Waldkappel und der Friedrich-Wilhelm-Schule, sondern auch Geldspenden konnte Gerhard Kotlik (hinten rechts) für den guten Zweck in Empfang nehmen. Foto: Skupio

Waldkappel. Immer in der Vorweihnachtszeit geht es bei Gerhard Kotlik zu, wie in einem Speditionslager. Ständig halten Autos und sogar kleine Lieferwagen und bringen neue Pakete. Alle hübsch weihnachtlich verpackt, denn Kotlik betreibt seit drei Jahren eine Annahmestelle für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

„Es ist tatsächlich wie ein riesen Umschlagplatz. Als ich mit der Annahmestelle anfing, war mein Wunsch, gemeinsam mit der zweiten Annahmestelle in Hessisch Lichtenau einmal 500 Pakete zusammenzubekommen. Das werden wir dieses Jahr tatsächlich erreichen“, strahlt Kotlik. Die Aktion, die armen Kindern vorwiegend in Ost- und Südost-Europa zu Weihnachten ein Geschenk beschert, liegt dem an Multipler Sklerose erkrankten Kotlik besonders am Herzen.

Obwohl gerade Handwerker seine Wohnung rollstuhlgerecht umbauen und er sich daher allein wegen der Bauarbeiten schon einschränken muss, findet er für die vielen Pakete immer noch ein freies Plätzchen in der Wohnung. Denn Weihnachten wartet nicht und die Päckchen werden am Montag abgeholt. Der Kindergarten Waldkappel verbindet die Aktion mit einem kleinen Ausflug zu Kotlik.

„Die 50 Pakete haben wir im Kindergarten gemeinsam mit den Kindern gepackt. Zusätzlich spenden wir aber auch die 111 Euro aus der Kollekte des St.-Martins-Gottesdienstes“, berichtet Kindergartenleiterin Karla Csenar. Luise Ullrich, die Turn-Abteilungsleiterin des Sportvereins Waldkappel hat ebenfalls einen Scheck mitgebracht.

„Sonst gibt es für die Frauen der Damengymnastik immer kleine Präsente, darauf haben wir dieses Mal verzichtet und spenden stattdessen 150 Euro an das Hilfsprojekt“, sagt sie.

Tanja Peters ist extra aus Eschwege nach Waldkappel gekommen mit 70 Paketen aus der Friedrich-Wilhelm-Schule im Gepäck. Vom Projekt überzeugt, möchte die Lehrerin im nächsten Jahr eine Sammelstelle an der Schule installieren. „So ein bisschen waren wir heute auch wie St. Martin“, erklärt Karla Csenar den Kindern, als die sich mit dem St.-Martinslied bei Kotlik verabschieden.

Rund 500 000 Pakete kamen so letztes Jahr bundesweit zusammen.

Von Wolfram Skupio

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