Über 1000 Arbeitsstunden

Am Samstag wird der neue Dorftreff in Hetzerode eingeweiht

Freuen sich über den neuen Dorftreff: Hetzerodes Ortsvorsteher Heinrich Sennhenn und Lutz Römer von der Sparkassenstiftung. Foto: Deppe

Hetzerode. Stolz sind sie, die Hetzeröder. 14 Monate hat es gedauert, jetzt wird der neue in Eigenleistung gebaute Dorftreff eingeweiht. Verbunden wird dies mit der Glühweinfete, die jetzt nicht mehr unter der Linde, sondern am morgigen Samstag im und am neuen Dorfmittelpunkt gefeiert wird.

„Bei 1000 Arbeitsstunden habe ich aufgehört zu zählen“, sagt Ortsvorsteher Heinrich Sennhenn. Eigentlich sollte anstelle des alten Spritzenhauses ein Backhäuschen entstehen, das aber nicht bewilligt wurde. Den Großteil der Bauarbeiten erledigten Hetzeröder Handwerker selbst. Ein Schreiner hat zwei Bänke und Tische angefertigt, die, von Sennhenn selbst mit dem letzten Anstrich versehen, nur noch aufgestellt und angedübelt werden müssen.

„Am längsten hat uns aufgehalten, das Fachwerk mit den Platten aus Gips zu schließen“; sagt Sennhenn. Dafür ist das kleine Gebäude mit den roten Dachziegeln jetzt gut isoliert. Die Farbe der Holzbalken, dunkelgrün, habe für einige Diskussionen gesorgt, am Ende sei man sich aber einig gewesen, dass sich der Dorftreff gut ins Stadtbild einfügt.

In Zukunft wird dann der Hetzeröder Activ-Verein die Organisation für das etwa 34 Quadratmeter große Häuschen übernehmen. Denn Kindergeburtstage und andere Veranstaltungen, für die der größere der zwei Räume genutzt werden kann, müssen terminlich koordiniert werden. Der Activ-Verein trägt auch die geringen laufenden Kosten.

Die letzten Arbeitsschritte begutachtete am Donnerstagmorgen Lutz Römer von der Sparkassenstiftung. „Wenn wir sehen, dass die Anwohner so viel selbst leisten, unterstützen wir sie gerne“, sagt er. Mit 5000 Euro hat sich die Stiftung an dem Projekt beteiligt. Zu den Gesamtkosten von etwa 22 000 Euro haben auch Bund und Land zusammen 14 000 Euro beigesteuert.

Zur Einweihung am Samstag hat sich Landrat Stefan Reuß angekündigt. Im Anschluss und an diesen offiziellen Teil ziehen die Kinder zum Weihnachtsbaum, den sie mit Päckchen schmücken. Möglicherweise schaut dann auch der Nikolaus vorbei.

Von Lasse Deppe

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