Viele Autokäufer um Ersparnisse betrogen: Männer aus dem Kreis vor Gericht

Kassel/Waldkappel. Weil sie dutzende von gutgläubigen Autokäufern um ihre Ersparnisse betrogen haben sollen, stehen seit heute zwei 49 und 52 Jahre alte Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichtes Kassel.

In einem der größten Betrugsprozesse in Nordhessen der letzten Jahre müssen sich die beiden Männer dafür verantworten, etwa ab 2004 bis 2009 von Waldkappel aus ein äußerst raffiniert geflochtenes Netz aus Lug und Trug geknüpft zu haben, in dem die Käufer von meist hochwertigen VW- und Audi-Modellen hunderttausende Euro verloren. Das Ganze funktionierte offenbar in einer Art Schneeball-System, bei dem mit dem Geld von Neukunden die Kredite früherer Geschäfte finanziert wurden. Etwa 60 der Betrogenen haben laut Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt.

Der Umfang des zweiten Anklage-Komplexes ist noch umfangreicher: Der 49-jährige Angeklagte war etwa seit 1990 in der Niederlassung Hessisch Lichtenau eines Großunternehmens aus Fulda beschäftigt, wo er zuletzt eine leitende Funktion ausübte. Zu seinen Aufgaben gehörten auch die Sanierung von Gebäuden und die Vorbereitungen für den Bau einer Niederlassung in China. Zwischen etwa 2002 bis 2007 soll der Angeklagte bei diversen Handwerksunternehmen Scheinrechnungen für nie erbrachte Handwerksleistungen im Wert von rund zwei Millionen Euro initiiert haben. Das Fuldaer Unternehmen bezahlte, die Handwerker zogen ihren Anteil von jeweils etwa zehn Prozent ab und zahlten den Rest des Geldes in bar an den heute 49-Jährigen aus.

30 Handwerker, die bei der Betrugsmasche mitwirkten, sind inzwischen rechtskräftig zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt worden. Dutzende Straftaten sind aber verjährt und daher im neuen Verfahren nicht berücksichtigt.

Von Thomas Stier

Kassel/Waldkappel. Weil sie dutzende von gutgläubigen Autokäufern um ihre Ersparnisse betrogen haben sollen, stehen seit gestern zwei 49 und 52 Jahre alte Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichtes Kassel.

In einem der größten Betrugsprozesse in Nordhessen der letzten Jahre müssen sich die beiden Männer dafür verantworten, etwa ab 2004 bis 2009 von Waldkappel aus ein äußerst raffiniert geflochtenes Netz aus Lug und Trug geknüpft zu haben, in dem die Käufer von meist hochwertigen VW- und Audi-Modellen hunderttausende Euro verloren. Das Ganze funktionierte offenbar in einer Art Schneeball-System, bei dem mit dem Geld von Neukunden die Kredite früherer Geschäfte finanziert wurden. Etwa 60 der Betrogenen haben laut Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt.

Der Umfang des zweiten Anklage-Komplexes ist noch umfangreicher: Der 49-jährige Angeklagte war etwa seit 1990 in der Niederlassung Hessisch Lichtenau eines Großunternehmens aus Fulda beschäftigt, wo er zuletzt eine leitende Funktion ausübte. Zu seinen Aufgaben gehörten auch die Sanierung von Gebäuden und die Vorbereitungen für den Bau einer Niederlassung in China. Zwischen etwa 2002 bis 2007 soll der Angeklagte bei diversen Handwerksunternehmen Scheinrechnungen für nie erbrachte Handwerksleistungen im Wert von rund zwei Millionen Euro initiiert haben. Das Fuldaer Unternehmen bezahlte, die Handwerker zogen ihren Anteil von jeweils etwa zehn Prozent ab und zahlten den Rest des Geldes in bar an den heute 49-Jährigen aus.

30 Handwerker, die bei der Betrugsmasche mitwirkten, sind inzwischen rechtskräftig zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt worden. Dutzende Straftaten sind aber verjährt und daher im neuen Verfahren nicht berücksichtigt.

Von Thomas Stier

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