Bürgermeisterwahl im März / CDU verzichtet

Waldkappel: Adam tritt wieder an

Seit fünf Jahren Bürgermeister: Reiner Adam. Foto: ms

Waldkappel. Das genaue Wahldatum steht noch nicht fest, aber Waldkappels Bürgermeister Reiner Adam (SPD) hat seinen Hut schon in den Ring den Ring geworfen. „Ja, ich will noch einmal antreten“, sagte der Kommunalpolitiker im WR-Gespräch. Gewählt werden soll im März 2014. Den Termin will die Stadtverordnetenversammlung während der Sitzung im August festlegen.

Der 58 Jahre alte Adam ist seit 2008 Bürgermeister in Waldkappel. Er hatte im Februar des Jahres den langjährigen Bürgermeister Peter Hillebrand (parteilos) in der Stichwahl geschlagen, der, obwohl er das Rentenalter schon erreicht hatte, noch einmal angetreten war.

Bei der Wahl im kommenden März wird die CDU voraussichtlich keinen Kandidaten ins Rennen schicken. „Wir halten uns zurück und suchen nicht aktiv nach einem Bewerber“, sagte der Vorsitzende des Waldkappeler Stadtverbandes, Alexander Frank.

Als Hauptaufgabe der kommenden sechs Jahre sieht Reiner Adam, die Infrastruktur in der gut 4500 Einwohner zählenden Stadt aufrecht zu erhalten. „Schule, Arzt, Apotheke“ muss es weiter geben“, sagt er.

Schon die schiere Größe des Stadtgebietes bei einer gleichzeitig relativ geringen Bevölkerungszahl bereitet der Kommune Probleme. „Wir sind nach der Gemeinde Ringgau die am dünnsten besiedelte Kommune des Kreises“, sagt der Bürgermeister. Bei 14 Ortsteilen plus Kernstadt müsse alles - ob Feuerwehr oder Dorfgemeinschaftshaus - mal 15 genommen werden. Deshalb fordert Adam auch, bei der Vergabe von Landesmitteln von der reinen Berechnung nach Einwohnerzahlen abzugehen und stattdessen auch die Flächengröße in die Bewertung einzubeziehen.

Auch einen zweiten Supermarkt im Ort wünscht er sich. „Der Bedarf ist vorhanden“, so Adam. Die Pläne hierfür lägen allerdings auf Eis, weil sich der Betreiber des einzigen Marktes sich gegen das Vorhaben sträube.

Echte Chancen für die Stadt sieht Adam in der Autobahn. „Da wir eine Ausfahrt gleich um die Ecke bekommen, kommt Walddkappel sehr gut als Wohnstandort für Menschen in Frage, die in Kassel oder in Eisenach arbeiten“, sagt er. Beide Städte liegen 40 Kilometer entfernt.

Von Dieter Salzmann

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