12.000 Tonnen Bioabfälle aus dem Kreis

Werra-Meißner-Kreis und Kassel gehen bei Bioabfallverwertung gemeinsame Wege

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Verschafften sich den Überblick: (von re.) Frank Hix, Christa Angerhausen, Friedhelm Junghans, Wilhelm Gebhard, Reiner Adam, Thomas Mäurer, Friedel Lenze, Uwe Pietsch, Andreas Nickel, Burghard Scheld, Stefan Margraf, Jürgen Herwig, Jörg Hezel, Dr. Rainer Wallmann und Matthias Wenderoth. 

Nach einem Jahr der gemeinsamen Vergärung und Kompostierung von Bioabfällen ziehen der Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Kassel eine erste Bilanz. Das Projekt ist zu einer erfolgreichen Kooperation geworden.

"Wir haben eine erfolgreiche Kooperation in der Bioabfallverwertung.“ Dies ist das Fazit des Werra-Meißner-Kreises und des Landkreises Kassel nach dem ersten Jahr der gemeinsamen Vergärung und Kompostierung von Bioabfällen am Standort Lohfelden. Anlässlich eines Besuchs der Vergärungsanlage erhielt der Vorstand des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Werra-Meißner-Kreis einen durchweg positiven Eindruck der Anlage und des Betriebsablaufs.

„Die Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Abfallentsorgung Kreis Kassel funktioniert hervorragend“, freut sich Jürgen Herwig, Vorsitzender des Zweckverbandes und Bürgermeister der Stadt Hessisch-Lichtenau. Er dankte ausdrücklich dem Betriebsleiter Uwe Pietsch. „Die Bioabfälle aus dem Werra-Meißner-Kreis werden zuverlässig verarbeitet und auch das wirtschaftliche Ziel wurde erreicht.“

Baustein für Energiewende

„Mit der Kooperation erhöhen wir die Wirtschaftlichkeit der Anlage“, ergänzt Susanne Selbert, Vizelandrätin des Kreises Kassel. „Mit den drei neuen Fermentern, die im letzten Jahr in Betrieb gegangen sind, können wir mehr Biogas liefern, welches die Gemeinde Lohfelden in mittlerweile vier Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung nutzt.“

„Mehr Klimaschutz für weniger Geld“, stimmt Dr. Rainer Wallmann, Vizelandrat des Werra-Meißner-Kreises und stellvertretender Zweckverbandsvorsitzender zu. „Besonders freuen wir uns aber darüber, dass wir mit der Erzeugung von Strom und Wärme aus Bioabfällen einen wichtigen Baustein für die Energiewende in Deutschland und damit den Klimaschutz leisten“, stimmen Herwig, Selbert und Dr. Wallmann überein.

Die Kooperation zwischen beiden Kreisen ist langfristig auf mindestens 20 Jahre angelegt. Die Teilnehmer des Besuchstermins waren sich einig, dass diese interkommunale Kooperation mit ihren kurzen Transportwegen, der regionalen Energieerzeugung und -nutzung Vorbildcharakter für ganz Hessen hat.

Denn die Energiewende, die sich vorwiegend im ländlichen Raum vollzieht und dort für Wertschöpfung in der Region sorgt, stößt auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

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