GAL will kein Glyphosat mehr in Waldkappel

Waldkappel. Die Grünen fordern den Verzicht auf das Unkrautmittel und zudem ein Förderprogramm für Altbauten.

Die Grün-Alternative Liste Waldkappel (GAL) hat zwei Anträge ins Stadtparlament eingebracht: Sie fordert zum einen den Verzicht auf den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in Waldkappel. Zum anderen geht es ihr darum, ein Förderprogramm zum Erwerb oder Abbruch von Altbauten in der Stadt auf den Weg zu bringen. Beide Initiativen sollen zuerst in Ausschüssen diskutiert werden.

Die Initiative gegen Glyphosat bezieht sich sowohl auf öffentliche Flächen als auch auf verpachtete Flächen der Stadt Waldkappel. Allerdings geht die GAL davon aus, dass bei öffentlichem Land bereits seit einiger Zeit der Forderung entsprechend gehandelt wird. „Insbesondere bei der landwirtschaftlichen Nutzung wollen wir darauf hinwirken, dass der Glyphosat-Einsatz zurückgedrängt und letztlich gänzlich gestoppt wird“, sagt Andreas Heine von der Grün-Alternativen Liste.

Bei bestehenden Pachtverträgen solle die Stadt durch Gespräche mit den Pächtern einen freiwilligen Glyphosat-Verzicht erwirken, bei neu abzuschließenden schlägt Heine die Einarbeitung einer entsprechenden Klausel vor. „Der Schutz der Bevölkerung vor der im dringenden Krebsverdacht stehenden Substanz muss höchste Priorität bekommen“, sagt er.

Mit ihrem zweiten Antrag will die GAL ein Förderprogramm zum Erwerb oder Abbruch von Altbauten in Waldkappel ins Leben rufen. „Eine wachsende Zahl von Immobilien steht in der Kernstadt und in den Dörfern leer und teilweise befinden sich diese Gebäude in einem bedenklichen Zustand“, sagt Andreas Heine. Da bereits in anderen Kommunen wie Sontra (wir berichteten) gute Erfahrungen mit solchen Programmen gemacht worden seien, solle der Magistrat aufgefordert werden, ein solches Förderprogramm zu erarbeiten. „In der Ausschusssitzung sollen nach Möglichkeit Vertreter der Stadt Sontra zu Wort kommen, um über ihre Erfahrungen zu berichten und um über ihre Herangehensweise zu informieren“, schlägt Heine vor.

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