666 Briefe für ehemalige Wanfrieder

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Beate Schröder gehört zu den Mitarbeitern , die die Briefe an die ehemaligen Wanfrieder versenden.

Wanfried. Die diesjährigen Weihnachtsgrüße aus Wanfried befinden sich auf dem Postweg zu ihren Empfängern in aller Welt.

Der vierseitige Brief des Bürgermeisters wurde von Beate Schröder und weiterer Helfer versandfertig gemacht. Mittlerweile hat die Adressdatei der Stadt einen Umfang von 666 ehemaligen Wanfriedern bzw. Freunden der Stadt.

Empfänger sind Menschen, die in Wanfried aufgewachsen sind, Kindheitserlebnisse hatten oder sich einfach mit der Stadt emotional verbunden fühlen, weil sie ihr Lebensweg aus persönlichen, familiären oder beruflichen Gründen in die Stadt Wanfried geführt hat. „Die regelmäßige Grußbriefaktion aus Wanfried kommt bei den Empfängern gut an,“ wie Bürgermeister Wilhelm Gebhard bestätigt. „Nicht nur die vielen dankbaren Rückmeldungen belegen das, sondern auch die Tatsache, dass die Empfänger auf den Spendenaufruf im letzten Brief großzügig reagiert haben“, so der Bürgermeister. Über 1300 Euro wurden durch die Ehemaligen an die Stadt Wanfried gespendet, um die Portokosten für die Grußbriefaktion aus der Heimat zu finanzieren.

„Die Briefe tragen in der Tat dazu bei, dass die Region insbesondere von den Ehemaligen und den Freunden unserer Stadt wieder verstärkt besucht wird, weil sie über das Geschehen in Wanfried und Umgebung informiert sind“, sagt Gebhard. Neben den Hotels und den Beherbergungsbetrieben profitieren auch Wanfrieder Geschäftsleute und die Gastronomie. Auch Erfolge lassen sich mittlerweile durch die Aktion verbuchen. Horst Stöcker (63) ist aufgrund der Briefe aus Berlin nach Wanfried zurückgekehrt. 1972 ging der heutige Rentner in die damals geteilte Stadt. Trotz der vielen Jahre, die er in Berlin verbrachte, sei ihm Wanfried immer wichtig gewesen. Die alljährlichen Briefe von Bürgermeister Wilhelm Gebhard signalisierten dem 63-Jährigen, in der alten Heimatstadt willkommen zu sein. Berlin sei eine tolle Stadt, aber nichts für Senioren, sagt Stöcker. In Wanfried könne er alles schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen - und besser von seiner Rente leben. (ts/dw)

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