Vorlesewettbewerb: Timon Freitag gewinnt in Wanfried im Stechen den Kreisentscheid

Emotionen genau getroffen

Auf starkem Niveau: Die Jury (hinten von links) Rainer Wallmann, Ralph Nowag, Felix Martin, Preiss und Judith Rode wählte Julienne Döring (dritter Platz), Nils Werner (zweiter Platz) und Timon Freitag auf das Siegerpodest. Fotos: ts

Wanfried. Am Ende fiel die Entscheidung zwischen zwei Jungen. Und das, obwohl, Jungen in diesem Alter als lesefaul gelten. Beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerb hat sich schlussendlich Timon Freitag von der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege durchgesetzt, weil er in zwei Durchgängen die konstanteste Leistung geboten hat. Auf den Plätzen folgten Nils Werner und Julienne Döring.

Die Elisabeth-Selbert-Schule war in diesem Jahr Ausrichter des Kreisentscheids des bundesweiten Vorlesewettbewerbs, der von Bundespräsident Joachim Gauck unterstützt wird. Zum 55. Mal findet er jetzt statt, in diesem Jahr beteiligen sich rund 600 000 Sechstklässler.

In Wanfried waren Carmen Appel von der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode, Hanna-Maria Bormuth von der Rhenanusschule in Bad Sooden-Allendorf, Julienne Döring von der Elisabeth-Selbert-Schule in Wanfried, Timon Freitag von der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege, Melissa Jacke von der Adam-von-Trott-Schule in Sontra, Isabelle Knauff von der Johannisbergschule in Witzenhausen, Paulina Schellin von der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege, Paula Schäffer von der Anne-Frank-Schule in Eschwege, Andreas Stöhr von der Südringgauschule in Herleshausen und Nils Werner von der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau angetreten. Alle Teilnehmer des Kreisentscheids hatten zuvor den Wettbewerb an ihren Schulen gewonnen.

Nach dem ersten Durchgang entschied sich die Jury, die aus Vize-Landrat Rainer Wallmann, dem Autor Ralph Nowag, Kreisschülersprecher Felix Martin, Lesepatin Martina Preiß, der Leiterin der Eschweger Stadtbibliothek Judith Rode und WR-Redakteur Tobias Stück bestand, für zwei Jungen und zwei Mädchen, die in einem Stechen den Sieger unter sich ausmachen sollten. In Runde eins hatten alle zehn Schüler einen Text vorgelesen, den sie zu Hause vorbereitet hatten. „Alle haben ihre Sache hervorragend gemacht, es war schwer einen Sieger zu ermitteln“, sagt Juror Ralph Nowag.

Am Ende lag Timon Freitag vorne, der in beiden Durchgängen durch eine gute Lesetechnik überzeugte und mit seiner selbstbewussten Art die Emotionen in den Texten am treffsichersten zum Publikum transportierte. Er vertritt den Kreis jetzt beim Bezirksentscheid. (ts)

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