Feiern im einstigen Sperrgebiet

Fünf Kommunen planen gemeinsam Jubiläumsfest zum Jahrestag der Grenzöffnung 

Die Bürgermeister der fünf Grenzgemeinden vor dem Heldrastein: Thomas Mäurer, Michael Reiz, Wilhelm Gebhardt, Andreas Henning und Martin Kozber. Foto: Wolfram Skupio

Großburschla. Zum 25. Jahrestag der Grenzöffnung, der im kommenden November in ganz Deutschland begangen wird, möchten die Bürgermeister der Städte und Gemeinden Weißenborn, Treffurt, Wanfried, Südeichsfeld und Geismar etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen.

Alle fünf Städte und Gemeinden liegen im Werratal an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Und in direkter Nachbarschaft zur Werra soll die Grenzöffnung am Bahnhof Großburschla ab dem 9. November groß gefeiert werden. „Erstmals haben sich fünf Kommunen aus vier Landkreisen und zwei Bundesländern zusammengetan, um ein Fest zu organisieren“, schwärmt Wilhelm Gebhardt, der Bürgermeister Wanfrieds.

Die Wahl des Ortes ist ebenfalls kein Zufall. Großburschlas Bahnhof liegt historisch in der Gemarkung Heldra. Aufgrund der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dann auch der damalige Bahnhof Großburschlas von seinem thüringischen Ort abgetrennt.

„Wir haben uns bewusst für diesen Ort entschieden. Er steht in unserer Region für eine Nahtstelle zwischen Hessen und Thüringen“, erklärt Gebhardt. Das Festzelt wird im November neben dem ehemaligen Gasthaus zum Werratal errichtet.

Dort beginnt auch der ehemalige Grenzstreifen. Der Eingang zum Festzelt wird damit in Hessen, das eigentliche Zelt aber schon in Thüringen sein. Gewachsen ist die Idee während der gemeinsamen Bürgermeisterstammtische.

„Das konkrete Festprogramm existiert momentan nur bei uns im Kopf, aber einige Teile stehen schon fest. Beispielsweise wird es am morgen des 9. November einen ökumenischen Gottesdienst geben“, verrät Gebhardt.

Von Wolfram Skupio

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