Mit Flüchtlingen unterwegs: Verständnis für die neue Kultur

Mit großem Interesse: Die in Wanfried lebenden Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan besuchten den Hülfensberg und das Eichsfelder Kreuz (Foto), das von in Hessen lebenden Eichsfeldern 1980 errichtet wurde. Foto: privat

Wanfried. Deutschlehrerin Ingrid Hosbach und Diakon Stefan Schäfer unternahmen jetzt mit den in Wanfried lebenden Flüchtlingen einen Ausflug zu christlichen Stätten in der Region.

? Wohin wurden die Flüchtlinge gebracht?

!Aus der Spontanität heraus wurde ein Ausflug zum Hülfensberg und zur Kapelle der Einheit mit dem Eichsfelder Kreuz unternommen. Unterstützt wurde dieses spontane Vorhaben durch den örtlichen Malteserverband, der für die Fahrt seinen Kleinbus zur Verfügung stellte.

? Warum wurde der Ausflug unternommen?

! In ihrem Deutschkurs versucht Ingrid Hosbach nicht nur Sprache, sondern auch Kultur zu vermitteln. „Untrennbar mit der Kultur unserer Region sind der christliche Glaube und seine christlichen Stätten verbunden“, sagt Diakon Schäfer. Die neuen Mitbürger waren sehr interessiert, nun auch mal diese Stätten kennenzulernen.

? Welche Gemeinsamkeiten haben sie kennengelernt?

! Bruder Jordan von den Franziskanern erklärte die gemeinsamen Gepflogenheiten im Gebet von Christen und Muslimen. Gläubige beider Religionen pflegen mehrere Gebetszeiten am Tag. Diakon Schäfer verdeutlichte den Interessierten auch die Werke der Barmherzigkeit, die zu einem guten christlichen Leben zählen. Vier dieser Werke der Barmherzigkeit sind Fremde zu beherbergen, Nackte zu bekleiden, Hungernde zu speisen und Menschen zu unterrichten. „Die Gruppe konnte sehr viele Gemeinsamkeiten feststellen“, sagt Schäfer.

? Was war neu für die Menschen aus Syrien und Afghanistan?

! Seinen Abschluss fand der Ausflug am Eichsfelder Kreuz und der Kapelle der Einheit. Hier erfuhren die neuen Bürger die wichtige Bedeutung dieses Ortes im Zusammenhang der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten vor 26 Jahren. Besonders beeindruckt war die Gruppe, dass an dieser Stelle einmal eine Staatsgrenze verlief und Deutschland in zwei Staaten teilte. (ts)

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