Bürgermeister von Wanfried und Treffurt laden zum deutsch-russischen Friedensmarsch

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Rufen zum Friedensmarsch auf: Die Bürgermeister von Wanfried, Wilhelm Gebhard (rechts), und Treffurt, Michael Reinz.

Wanfried/Treffurt. Die Bürgermeister der beiden ehemaligen Ost-West-Grenzstädte Treffurt und Wanfried, Michael Reinz und Wilhelm Gebhard, rufen auf zum Friedensmarsch: „Stellen wir uns dem Weg in einen neuen Kalten Krieg entgegen!“

Die Aktion für friedliche, faire und solidarische Beziehungen zwischen Deutschland und Russland und für den Aufbau einer friedlichen Welt findet am Donnerstag, 8. September, mit dem russischen Orchester aus Istra bei Moskau statt. Los geht es mit einem Marsch in Treffurt. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Werrabrücke, es folgt um 16.30 Uhr eine Kundgebung und ein Konzert auf dem Marktplatz. Weiter geht es dann mit einem Marsch durch Wanfried, der um 18 Uhr am Sportplatz startet. Gegen 19 Uhr gibt das Orchester aus Istra gemeinsam mit dem Fanfarenzug Wanfried ein Konzert auf der Marktstraße vor dem Rathaus.

„Wir wenden uns an Euch, um vor dem Weg in einen neuen Kalten Krieg zu warnen“, sagen Reinz und Gebhardt. Dieser habe uns wiederholt an den Rand eines Atomkrieges geführt und unendlich viele Billionen für die Aufrüstung verschlungen. Geld, mit dem man laut Reinz und Gebhard leicht das Zusammenwachsen der Welt finanzieren und menschenwürdige Lebensbedingungen für alle weltweit hätte herstellen können.

„Wir wenden uns an Euch, um vor dem Weg in einen neuen Kalten Krieg zu warnen.“

Die beiden Bürgermeister erinnerten an Egon Bahr aus Treffurt, der sich an der Seite von Willy Brandt für diese Ziele und die Beendigung des Kalten Krieges sein Leben lang engagiert hat: „Er hat uns in seinen letzten Jahren gewarnt: Wir leben in einer Vorkriegszeit. Die Aufrüstungsspirale dreht sich wieder und belastet die Bürger, die Städte und Regionen in Russland genauso wie in Deutschland.“

Mit der Organisation dieses Friedensmarsches wollen die beiden Bürgermeister ein Signal zu einem Aufbruch setzen: „Stoppen wir das Abgleiten in einen neuen Kalten Krieg.“

Weitere Aktionen

Die Aktion wird von den beiden Städten gemeinsam getragen, angeregt von der Demokratischen Werkstatt Wanfried und der Initiative Black&White. Das russische Orchester aus Istra ist im Rahmen einer nach 1989 entwickelten Bürgerpartnerschaft in Deutschland. Die Demokratische Werkstatt Wanfried plant um den Besuch des russischen Orchesters zudem noch einige weitere Veranstaltungen:

• Am Samstag, 3. September, findet zur Vorbereitung ein Workshop und eine Veranstaltung mit dem Russlandexperten Kai Ehlers aus Hamburg in der Demokratischen Werkstatt Wanfried, Bahnhofstraße 15, statt. Der Workshop startet um 10 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Im Anschluss gegen 17 Uhr gibt es für alle, die keine Zeit für den Workshop haben, einen Vortrag von Kai Ehlers. Anmelden für den Workshop kann man sich bei Wolfgang Lieberknecht unter Tel. 05655/924981 oder per E-Mail an D-W-W@gmx.de.

• Am Mittwoch, 7. September, organisiert die Demokratische Werkstatt am gleichen Ort ab 18 Uhr einen Internationalen Freundschaftsabend mit dem russischen Orchester aus Istra und der Gruppe Black&White. „Da vor allem viele junge Musiker aus Russland zu Gast sind, würden wir uns auch sehr über viele junge Gäste freuen“, sagt Lieberknecht.

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