Neue Wege und mehr Licht

Friedhof in Völkershausen erstrahlt in neuem Glanz

Ist stolz auf die geleistete Arbeit: Völkershausens Ortsvorsteher Manfred Schneider auf dem sanierten Friedhof. Foto:  Wüstefeld

Völkershausen. Eben führen die hellgrauen Pflastersteine vom hinteren Eingang des Völkershäuser Friedhofs zu den Grabreihen. Weder für Fußgänger noch für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, gibt es irgendwelche Stolperfallen.

„Das war vor einem halben Jahr noch anders“, sagt Ortsvorsteher Manfred Schneider. Denn damals haben noch Waschbetonplatten den Platz vor der Friedhofshalle gesäumt, die durch die Wurzeln der umstehenden Bäume aber massiv angehoben worden sind. Mithilfe des Dorferneuerungsprogramms wurde dieses Problem jetzt beseitigt – zum Vorschein gekommen ist ein freundlicher und heller Friedhof.

Denn nicht nur die Platten sind erneuert worden, auch zwei neue Tore gibt es am Friedhof. Die hat der Berufsschullehrer Maik Krähe mit seinen Schülern angefertigt. Zudem mussten auch 28 der alten Fichten weichen. „Die Wurzeln hatten die Platten beschädigt und einen Teil der Gräber angehoben“, begründet Schneider. Zum Ausgleich werden neue Bäume gepflanzt, diese werden allerdings großblättrig sein.

Bei der Arbeit: die Ehrenamtlichen. Foto:  privat

Was Schneider besonders freut: Das ehrenamtliche Engagement vieler Völkershäuser Bürger, die dafür gesorgt haben, dass die Kosten für die Sanierung möglichst niedrig ausfallen. „In 450 Stunden haben wir die neuen Steine verlegt, Erde verteilt und auch den Weg vom Eingang an der Dorfstraße bis hin zur Friedhofshalle erneuert.“ Besonders Uwe Stelzer, Volker Kalwinsky, Karl-Heinz Grebenstein, Norbert Schneider, Franz Zenziger und Michael Hosbach hätten viel dazu beigetragen, dass der Friedhof jetzt in der neuen Optik erscheint. „Und sie werden wohl auch noch weiter helfen“, sagt Schneider, der seit knapp 15 Jahren Ortsvorsteher in Völkershausen ist. Denn noch fehlen einige Holztore, die von den Altherren der Handballmannschaft aufgearbeitet werden und dann eingesetzt werden müssen.

Erneuerung seit 2010

Seit 2010 ist Völkershausen im Dorferneuerungsprogramm, weshalb das Land Hessen 9000 Euro der insgesamt 15 000 Euro teuren Sanierung des Friedhofs übernimmt, den Rest zahlt die Gemeinde. Zuvor wurden schon andere Stellen im Ort erneuert: zum Beispiel das Dorfgemeinschaftshaus, der dortige Vorplatz und der Kinderspielplatz.

Der Friedhof ist jetzt der vorletzte Sanierungspunkt, es folgt noch die Umgestaltung des Bushalteplatzes am Ortseingang aus Richtung Wanfried. „Ohne das Engagement von Manfred Schneider hätte das alles nicht geklappt“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard, „er ist der Motor in Völkershausen.“

Von Constanze Wüstefeld

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