MdB spricht beim Neujahrsempfang

Gerhardt sieht FDP bald vorn

Wolfgang Gerhardt

Wanfried. Die Partei müsse sich auf ihre Stärken besinnen. Das Produkt sei gut, es werde allerdings von Angebotsschwäche begleitet und man müsse erneut Markenpflege betreiben, um die FDP wieder salonfähig zu machen.

Wolfgang Gerhardt, Bundestagsabgeordneter und ehemalige Staatsminister stimmte seine Parteifreunde während des Neujahrsempfangs der FDP Wanfried auf den kommenden Bundestagswahlkampf ein.

FDP-Kreisvorsitzender Erhard Niklass hatte Gerhardt eingeladen und begrüßte auch Bürgermeister Wilhelm Gebhard zu dem Empfang.

Gerhardt sprach aktuelle Probleme der Liberalen an. Seit Gründung der Bundesrepublik sei die FDP ein wichtiger Bestandteil deutscher Politik, betonte er. „Immer wenn die Partei schwächelt, wird gesagt, die brauchen wir nicht mehr. Das kann ich nicht mehr ertragen“, ärgerte sich Gerhardt und gab sich kämpferisch. Er wolle das Land nicht Kräften wie Sarah Wagenknecht oder den Grünen überlassen. Die derzeitige innerparteiliche Diskussion und die Angriffe auf Parteivorsitzenden Philipp Rösler bezeichnete Gerhardt als exhibitionistisches Gequatsche erster Güte. Er sei fest davon überzeugt, dass der Wahlsieger im Oktober erneut „Schwarz-Gelb“ würde. Auf die Nachfrage, warum die FDP ihr Programm nicht entsprechend in der Koalition durchsetze, wenn es doch so gut wäre, gab Gerhardt zu: „Die Führung schwächelt zurzeit leider, das stimmt.“ Zum Abschied erhielt Gerhardt als Wegzehrung für den Heimweg natürlich eine rote Wurst. (wrs)

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