Handballer des VfL Wanfried trainieren mit Flüchtlingen 

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Sport verbindet: Die Handballer des VfL Wanfried trainieren jetzt mit Flüchtlingen aus Eschwege, Eltmannshausen und Wichmannshausen. Die Nachfrage für das Sportangebot war riesig.

Wanfried. Eigentlich liegt Wanfried etwas weit weg von den Sammelunterkünften für Flüchtlinge in Wichmannshausen, Eschwege und Eltmannshausen. Doch für Andreas von Scharfenberg, Mitglied im Förderverein der Wanfrieder Handballer, war das kein Hindernis.

Von Scharfenberg hatte zusammen mit dem Partnerschaftsbeauftragten des Kirchenkreises, Dr. Michael Berger, den Gedanken, den aus ihrer Heimat geflohenen Menschen in den Reihen des VfL die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen. Mit Claus Wehr, dem Abteilungsleiter der Handballer, und der ersten Mannschaft fand man schnell begeisterte Helfer und so wurde aus der Idee die Tat. Am Sonntagmorgen fanden sich rund ein Dutzend junger Männer zwischen 18 und 32 in der Wanfrieder Schulsporthalle ein, um unter Anleitung des VfL-Trainerduos Heiko Illian und Toni Sailer dem Handballsport nachzugehen und damit die Sorgen des Alltages für einen Moment in die hinteren Reihen zu verbannen.

Solidarität, Unterstützung und Integration – unter diesem Motto wurde das erste Treffen in Wanfried von den Veranstaltern gelebt, die sich vor allem die Nachhaltigkeit dieser Aktion auf die Fahnen geschrieben haben. „Probleme, die sich dabei in den Weg stellen, sind dazu da, um sie gemeinsam zu lösen“, so der Tenor beim VfL, wohlwissend, dass die jungen Menschen aus aller Welt ihnen mit ihrer Freude widerspiegeln, dass es sich lohnt Zeit zu investieren.

Und so gab es nach rund zwei Stunden Bewegung, dank der Unterstützung vieler fleißiger Helfer noch ein gemeinsames Essen und das Knüpfen erster Kontakte über den Sport hinaus, bevor die Veranstaltung endete.

„Gerade der Sport hat die Kraft, Menschen auch über kulturelle Unterschiede hinweg zusammenzubringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Er fördert die Begegnung, schafft Verständigung und baut wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab. Ganz nach diesem Motto fordern wir alle auf, dieses nachzutun. Ladet die Flüchtlinge ein, unternehmt etwas gemeinsam und lernt sie kennen. Wir setzen damit ein Zeichen für Menschlichkeit und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen mit unseren neuen Freunden“ – so das Motto beim VfL Wanfried, der auf viele Nachahmer in anderen Vereinen hofft. (sk)

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