Hilfe für alltägliche Fragen

Neubürger-Lotsen erweitern Willkommensangebot in Wanfried

Geben Tipps für den Alltag: (von links) die Neubürger-Lotsen Hannelore Wehr, Annette von Waldow und Annegret Arndt mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Foto:  Wüstefeld

Wanfried. Wo findet man einen guten Arzt, kommt Plastik in einen gelben Sack oder in eine Mülltonne und wo kann man gut einkaufen? Diese Fragen kommen Menschen in den Kopf, die den Wohnort wechseln. Und ist man dort fremd, kann es mit den Antworten dauern.

Das wollen Annette von Waldow, Annegret Arndt und Hannelore Wehr in Wanfried zukünftig verhindern. Deshalb haben sie sich zusammengeschlossen und bilden die Neubürger-Lotsen, die es ab sofort in der Brombeermannstadt gibt. „Ich bin selbst zugezogen und hatte noch jede Menge weitere Fragen im Kopf“, sagt Annette von Waldow zu ihrer Idee der Neubürger-Lotsen.

Einige der Antworten habe sie dann zwar von Bürgermeister Wilhelm Gebhard erhalten, „in allen Fragen bin ich aber natürlich auch nicht der richtige Ansprechpartner“, sagt Gebhard selbst und lacht. Er freue sich deshalb über die Initiative seiner Neubürgerin, anderen Zugezogenen das Einleben in Wanfried und seinen Stadtteilen leichter zu machen und das bereits bestehende Willkommensangebot zu verfeinern.

Ebenfalls mit im Team sind Annegret Arndt und Hannelore Wehr. Beide kommen aus Wanfried, kennen sich aus in der Stadt. „Wir sind gespannt, was die Menschen so wissen möchten“, sagen beide und erhoffen sich auch selbst eine kleine Bereicherung: „Wir nehmen hier alles so selbstverständlich wahr, vielleicht bekommen wir so auch einen anderen Blickwinkel auf manche Dinge.“ Helfen wollen sie dabei nicht nur mit Ratschlägen für das alltägliche Leben, sondern auch zum Beispiel mit Tipps, welcher Verein zu welchem Typ Mensch passen könnte.

„Wir sind gespannt, wie die Lotsen-Funktion ankommt“, sagt Gebhard. In einem an die Wanfrieder Neubürger verschickten Willkommensschreiben stehen die Kontaktdaten der drei Frauen, zudem wird auf ein weiteres neues Angebot hingewiesen: eine Stadtführung. „Die ist für die gerade Zugezogenen kostenlos.“ Dadurch solle Wanfried als neugewählter Lebensmittelpunkt den Menschen nähergebracht werden, die Kosten für die Führungen hat ein Spender übernommen.

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