Ein Schild, das verbindet

Letzter Grenzübergang zwischen Wanfried und Thüringen mit Hinweistafel ausgestattet

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Seit dem 25. Dezember 1989 ist die Straße wieder offen: (von links) Die Landräte Stefan Reuß und Dr. Werner Henning (Eichsfeld) sowie die Bürgermeister Martin Kozber (Geismar) und Wilhelm Gebhard enthüllen das Schild zwischen Wanfried und Döringsdorf.

Wanfried. Die letzte Verbindung zwischen Wanfried und Thüringen hat jetzt auch ihr Hinweisschild auf den Fall der Mauer vor einem Vierteljahrhundert.

An der sanierten Straße zwischen Wanfried und Döringsdorf wurde jetzt ein entsprechendes Schild aufgestellt.

DIE IDEE

Anfang des Jahres machte Bürgermeister Wilhelm Gebhard seinem thüringischen Amtskollegen Martin Kozber aus Geismar den Vorschlag, ein solches touristisches Hinweisschild ebenfalls zwischen Wanfried und Döringsdorf aufzustellen, um auch hier die Menschen an den historischen Moment der Grenzöffnung am 25. Dezember 1989 um 6 Uhr zu erinnern. Kozber unterstützte diesen Vorschlag sofort. „Diese Straße hat Hessen und Thüringen einander nähergebracht“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

DIE UMSETZUNG

Gebhard machte eine Firma aus Mecklenburg-Vorpommern ausfindig, die seinerzeit mit der Anfertigung der Schilder beauftragt wurde, und gab das Schild in Auftrag. Die Aufstellung der Schilderpfosten wurde während der Sanierung des thüringischen Teils der Kreisstraße zwischen beiden Orten vom Eichsfeldkreis beauftragt. Die Montage der Schilder wurde vom Bauhof der Stadt Wanfried erledigt. Ein Teil des Schildes steht auf kirchlichem Grund und Boden.

DER ANLASS

Nach mehreren Monaten Bauzeit wurde jetzt die K 115, die als Pendlerstrecke Hessen und Thüringen verbindet, eingeweiht. Zu diesem Termin wurde auch das Schild enthüllt. Das Datum passte: Auf den Tag genau 26 Jahre zuvor wurde der Grenzübergang zwischen Wanfried und Katharinenberg geöffnet. „Ein bewegendes Ereignis für viele noch heute“, sagt Gebhard. Mit fünf Ausfahrtstraßen nach Thüringen hat Wanfried die größte Anzahl an ehemaligen Grenzstraßen im Kreis.

DIE FINANZIERUNG

Die Landräte Stefan Reuß (Werra-Meißner) und Dr. Werner Henning (Eichsfeld) sagten eine Kostenbeteiligung zu. Den Wanfrieder Anteil von rund 180 Euro hat die Maria-Katzer-Stiftung übernommen.

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