Wanfrieder Lesung: Komikerin Gabi Köster liest aus ihrem neuen Buch

Humor ist die beste Medizin

Gibt nicht auf: Gabi Köster berichtet von ihrem Schlaganfall. Foto: Weber

Wanfried. Zur Wanfrieder Lesung hatte sich der Kultur- und Verkehrsverein diesmal einen besonderen Gast in den Schwan eingeladen: Gabi Köster kannte man aus dem Fernsehen immer energiegeladen, etwas cholerisch und mit flapsigem Mundwerk. Dann ereilte die Komikerin im wahrsten Sinne des Wortes der Schicksalsschlag - ein schwerer Schlaganfall.

Zu Hause war sie zusammengeklappt, und als die Nachbarn auf der Straße standen und dem Rettungswagen zusahen, war ihr das „sackepeinlich“. Im Krankenhaus die niederschmetternde Diagnose und eine unangenehme Therapie: Weil das Hin anschwoll, sollte ihr die Schädeldecke entfernt werden. Zum Professor sagte sie trocken: „Machen Sie das, wenn Sie meinen, dass es notwendig ist. Doch wenn Ihnen einfach nur langweilig ist, dann laden Sie sich doch lieber ein Kreuzworträtsel auf Ihr I-Pad runter!“

Auf der Bühne erzählt Gabi Köster da alles schonungslos offen, ihren fatalistischen Humor hat das Kölner Original dabei jedoch nicht verloren. Auch die Reha kann sie schwarzhumorig kommentieren. Die Therapeutin schlug ihre Ferse auf den Boden, um zu sehen, ob noch Gefühl im Bein ist. „Wenn ich mit dem Bein jemals wieder laufen können sollte, ist das mit einer zertrümmerten Ferse aber auch nicht gerade so schön“, konterte sie mit ihrer unverkennbaren Reibeisenstimme.

Die Köster gibt nicht auf, trotz der Lähmungen, an denen sie immer noch leidet. Nun gehören eben Themen wie der Kampf um den Behindertenparkplatz zu ihrem Programm. Auch aus dem Einkaufsbummel in den engen Gängen des Kaufhauses, in denen sie mit dem Rollstuhl die Ständer abräumt, wird eine urkomische Geschichte. So ist Humor in manchen Situationen die beste Medizin, und ihre Wanfrieder Fans lachten herzlich.

Von Kristin Weber

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