Wassereinbruch in der Wanfrieder Tagesstätte am Plessefelsen - Umzug in die ESS

Kita wird ab Donnerstag evakuiert

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Wanfried. Die Kinder und Erzieher der evangelischen Kindertagesstätte am Plessefelsen in Wanfried müssen auf unbestimmte Zeit die Räume in der Ringstraße verlassen.

Grund dafür ist Feuchtigkeit, die von der Bodenplatte des Gebäudes ausgeht. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Vorläufig kommen die Kinder in der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) unter.

„Wasser sucht sich seinen Weg“, erklärt Bürgermeister Wilhelm Gebhard, warum der Grund für die Feuchtigkeit noch nicht entdeckt wurde. Mehrere Gutachter hatten das Problem bereits untersucht und Kernbohrungen vorgenommen. Vermutet wird sogenanntes Schichtenwasser. Das tritt auf, wenn Sickerwasser auf eine wasserundurchlässige Bodenschicht, beispielsweise eine Betonplatte, trifft. Allerdings könnte auch ein Haarriss an einer Wasserleitung Grund für das Problem sein. Ausschließen könne man austretendes Abwasser. „Die Abwasserleitungen sind dicht“, sagt Gebhard. Um die Ursache genau herauszufinden, müssen die Kinder das Gebäude, das zurzeit für die U3-Kinder umgebaut wird, bis zur Behebung des Schadens verlassen. Ob der Wassereintritt etwas mit den Umbauarbeiten oder den starken Regenfällen der vergangenen Tage zu tun hat, konnte gestern niemand bestätigen. Erst wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind, werde man sich äußern.

Aufgefallen ist der Schaden vor mehreren Tagen, weil Wasser an den Wänden hochgestiegen ist. „Richtig hat man es erst an den farbigen Wänden bemerkt“, sagt Matthias Krüger, kommissarischer Leiter der Tagesstätte. Drei Räume in der für zurzeit 80 Kinder ausgelegten Tagesstätte sind betroffen. Für die Jungen und Mädchen bestand nach Aussage aller Beteiligten zu keiner Zeit eine Gefahr. Unter anderem wurde ein Mikrobiologin engagiert, die die Räume auf Schimmelspuren untersuchte, aber nichts Auffälliges bemerkte.

Am Donnerstag und Freitag wird der Kindergarten wegen des Umzugs teilweise geschlossen. Alle Eltern sind informiert. Morgen und Übermorgen soll der Kindergarten umgezogen werden. Tische Stühle, Spielsachen müssen in den Gebäudeteil C der ESS umgelagert werden. Die Eltern haben ihre Hilfe zugesagt. „Besonders dankbar sind wir dem Gebäudemanagement und Schulleiter Eberhard Hohlbein, die uns bei dem Umzug sehr entgegengekommen sind“, sagt Krüger. Vier Räume bezieht der Kindergarten an der Gesamtschule. Zurzeit werden die neuen Gruppenräume für die Kleinkinder gesichert. Steckdosen werden verschlossen, Klemmschutz an den Türen angebracht und die Toiletten auf die Bedürfnisse der Kleinen angepasst.

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