Musiktheaterabend an der Elisabeth-Selbert-Schule in Wanfried begeistert Jung und Alt

Es machte Spaß und die Schüler waren stolz, dabei zu sein: Der Musiktheaterabend begeisterte nicht nur das Publikum, sondern auch die Mitwirkenden auf der Bühne. Foto: privat

Wanfried. Der Musiktheaterabend, der an der Wanfrieder Gesamtschule schon Tradition hat, startete in der vollbesetzten Aula mit seinem Programmu unter dem Motto „Wenn einer eine Reise tut…"

Ja gibt es denn noch so etwas? Kinder und Jugendliche, 11 bis 14 Jahre alt, ste- hen gemeinsam auf einer Bühne und singen das „Rennsteiglied“ und die „Caprifischer“? Eigentlich wohl eher nicht, aber an der Elisabeth-Selbert-Schule schon. Wie kommt’s? Es macht Spaß und man ist stolz, dabei zu sein.

Die musikalische Theaterreise der Jahrgänge fünf bis acht ging über blühende Sommerwiesen, „In 80 Tagen um die Welt“ und sogar „Zum Mittelpunkt der Erde“. Man wanderte auf dem Rennsteig durch das Thüringer Land, sah auf Capri die rote Sonne im Meer versinken, tanzte durch den Sommer entlang der Route 66 und verweilte einen Moment in San Francisco. Auch einen Rückblick auf die Geschichte des Reisens gab es und das Publikum erfuhr zum Beispiel, dass im Mittelalter Bären, Wölfe und Wildschweine eine große Gefahr für Reisende darstellten. Dass Johann Wolfgang von Goethe bis nach Italien beinahe zwei Jahre unterwegs war und sein eigenes Bett mit auf die Reise nahm, machte vor allem die jüngeren Zuschauer ein wenig fassungslos.

Der Abstecher nach Schweden, der Heimat der Gruppe Abba, war eigentlich gar nicht mehr vorgesehen, aber die „Pubertiere“ des Jahrgangs acht, der Altersgruppe, die den Ruf genießt, „wenig motiviert und schwierig“ zu sein, schmetterte „Waterloo“ in den Saal und riss das gesamte Publikum mit.

Danksagung

Der Dank des Abend gilt der Steeldrumband der Schule für das karibische Flair zu Beginn des Abends und in der Pause, Heike Gress für alle Hilfe und das Einstudieren der Tänze, dem ehemaligen Kollegen Karl-Heinz Hübner und seinem musikalischen Freund Rainer Drehorst, die wieder einmal unser Programm bereicherten, Sekretärin Andrea Petri dafür, dass sie organisierte, bemutterte, aufbaute, wegräumte, servierte, fotografierte und kopierte. Dank auch dem Helferteam des Jahrgangs sieben, angehende „Pubertiere“, die den ganzen Nachmittag und Abend geschuftet haben. Danke auch allen Kollegen sowie Schulleiter Eberhard Hohlbein, für das „Freischaufeln“ der Extraprobestunden. Danke dem Mann am Klavier Otto Koppe, der an diesem Abend mit dem neu erworbenen Scheinwerfer auch ein neues Spielzeug für sich entdeckt hat.

Danke allen, die dabei waren. Das Publikum habe die Kinder wertgeschätzt, ihre Arbeit gewürdigt, sie mit Applaus belohnt und ihnen gezeigt, wie großartig sie sind.

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