Die Pächter Hartwig und Claudia Gehl haben der Stadt Wanfried das Landhotel am Anger abgekauft

Neue Eigentümer für die Schänke

Altenburschla. Die Gemeindeschänke in Altenburschla hat einen neuen Eigentümer. Das Ehepaar Gehl, die das Landhotel am Anger in Altenburschla seit mehr als einem Jahrzehnt gepachtet hatte, hat der Stadt Wanfried das Gebäude abgekauft. Damit ist auch die Zukunft des Geschäfts gesichert. „Uns blieb die Wahl zwischen dem Kauf oder einem Neuanfang irgendwo anders“, sagte Hartwig Gehl.

Seit 2003 wurde über einen Verkauf der einstigen Gemeindeschänke diskutiert, Ende 2012 der Entschluss im Stadtparlament gefasst und die Pächter informiert, die jetzt den Kaufvertrag unterzeichneten. Bürgermeister Wilhelm Gebhard sprach von einer „guten Lösung für die Zukunft des historischen Fachwerkgebäudes am Anger“. Die letzten größeren Umbauten und Sanierungsarbeiten liegen bereits mehr als 20 Jahre zurück, Zweckbindungsfristen für Fördermaßnahmen gebe es laut Bürgermeister Gebhard daher nicht mehr. Dennoch habe sich die Schutzschirm-Kommune Wanfried zum Verkauf entschieden, um zukünftige Sanierungskosten nicht mehr tragen zu müssen.

Neuanfang in Altenburschla

Hartwig und Claudia Gehl sind froh, dass kein anderer Käufer den Zuschlag bekommen hat. Gehl stammt aus Altenburschla und musste als Pächter des Bürgerhauses in Wanfried, das einem Brand zum Opfer fiel, schon einmal mit seiner Familie ganz von vorn beginnen. Mit der Übernahme der Traditionsgaststätte in seinem Heimatdorf wagten er und seine Frau den Neuanfang in Altenburschla, bezogen eine Wohnung im Gebäude. Sie gaben der einstigen „Kneipe am Anger“ ein neues Gesicht und haben mit dem Erwerb der Immobilie noch mal einen großen Schritt gewagt.

Für Pfarrer Björn Kunstmann, der, wie der Ortsbeirat auch, beim Verkauf mitverhandelte, sind die neuen Besitzer genau die Richtigen. Ortsvorsteher Ullrich Flender bezeichnete das Landhotel als ein „Zugpferd für Altenburschla und die gesamte Region“. Ehepaar Gehl habe den Ort mit ihrem Landhotel geprägt.

„Wir werden das Landhotel weiter zu einem Haus der Gastlichkeit ausbauen“, sagte Claudia Gehl bei einem offiziellen Empfang im Landhotel. Zwei Aktenordner füllt der Vorgang „Verkauf Landhotel“. Für den Wirtschaftsjuristen und Leiter der Hauptverwaltung, Christoph Hoffmann, war es „der komplexeste Verkaufsvertrag“, den die Stadt in den vergangenen 20 Jahren geschlossen hat.

Von Diana Wetzestein

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