Wilhelm Gebhard stellt sich den Bürgerfragen im Wahlforum der Werra-Rundschau

Nicht lange reden, sondern tun

Zufrieden mit den ersten sechs Jahren, will Wilhelm Gebhard seinen Kurs in Wanfried fortsetzen. Im öffentlichen Gespräch stellt er sich den Fragen von WR-Chefredakteur Dieter Salzmann. Foto: Weber

Wanfried. Am 5. Mai wird in Wanfried der Bürgermeister gewählt, doch zu wählen gibt es eigentlich nichts. Ein Herausforderer für Wilhelm Gebhard ist nicht angetreten. Deshalb hofft dieser, dass ihn möglichst viele Bürger in seiner Arbeit bestätigen werden.

Als Bürgermeister einer Stadt, die sich unter dem Rettungsschirm befindet, liegen große Aufgaben vor Wilhelm Gebhard. 500.000 Euro müssen eingespart werden, doch ist er zuversichtlich: „Neunzig Prozent der Maßnahmen für 2013 sind jetzt ja schon beschlossen. Wir schaffen es also ohne Weiteres.“

Den Schutzschirm empfindet er als gutes Mittel, in der Stadtverordnetenversammlung die Köpfe zusammenzustecken und gemeinsam etwas zu untermehmen. Gebhard will durch Taten überzeugen, nicht durch Reden. „Dass wir unter den Schutzschirm getreten sind, war goldrichtig. So haben wir 4,1 Millionen Euro Entschuldungshilfe erhalten. Die Auflagen müssen die anderen Gemeinden auch erfüllen, nur bekommen diese dann keine Hilfe“, sagt er.

Die Entscheidung, nachts für fünf Stunden die Straßenbeleuchtung auszuschalten, können die Bürger akzeptieren. „Die 22.000 Euro, die dadurch eingespart werden, sind ein großer Brocken. Das entlastet den Haushalt deutlich“, sagt Bürger Detlef Kophamel. Den Pferdebesitzer Werner Jung interessiert Gebhards Haltung zur Pferdesteuer. Da scharrt der Bürgermeister mit den Füßen. „Ich persönlich bin gegen die Einführung. Es ist kein gutes Mittel, den Haushalt zu sanieren, indem man eine Sportart besteuert“, sagt er. Die Entscheidung liege aber bei der Stadtverordnetenversammlung. Die Immobilienfrage hingegen kann er als durchschlagenden Erfolg verbuchen. 40 Neubürger konnten durch Hausverkäufe gewonnen werden, dazu Handwerkeraufträge in der Fachwerksanierung. „Jeder Neubürger bringt nicht nur Ideen mit, sondern auch Geld in die Stadtkasse“, sagt Gebhard zufrieden. Zudem würden die Zuzügler in den Vereinen freundlich aufgenommen.

Von Kristin Weber

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