Bürgermeisterwahl Wanfried

Gebhard mit 92,5 Prozent wiedergewählt

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Küsschen für den Bürgermeister: Carina Gebhard freut sich mit dem wiedergewählten Wilhelm Gebhard über 92,52 Prozent Zustimmung bei der Bürgermeisterwahl.

Die Wanfrieder bestätigten Wilhelm Gebhardt mit 92,52 Prozent Ja-Stimmen als Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,35 Prozent.

Wanfried. „Papa bleibt Bürgermeister“, verkündete der vierjährige Friedrich stolz, noch bevor das vorläufige Endergebnis gestern Abend kurz vor 19 Uhr verkündet worden war. Er sollte Recht behalten.

Zweifel an der Wiederwahl des Christdemokraten zum Verwaltungschef der Stadt Wanfried hatte wohl niemand. Schließlich war er der einzige Kandidat. Mit dem Ergebnis geht der 36-Jährige im Oktober in seine zweite sechsjährige Amtsperiode.

„Ich wäre mit 75 Prozent Zustimmung glücklich gewesen“, zeigte sich der alte und neue Bürgermeister nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses überwältigt. „Wenn jeder vierte Wähler mit Nein gestimmt hätte, wäre das in Ordnung gewesen“, so Wilhelm Gebhard. Nicht ganz zufrieden dürfte er mit der Wahlbeteiligung sein. Im Vorfeld hatte Gebhard eine sechzigprozentige Teilnahme als Ziel ausgegeben. Er blieb knapp darunter: 55,35 Prozent der Wanfrieder nahmen am Urnengang teil. „Gebhard bewertete das positiv: Wer bei nur einem Kandidat nicht zur Wahl geht, signalisiert damit Zustimmung.“

Das beste Ergebnis holte Gebhard im Stadtteil Völkershausen mit 96,58 Prozent bei knapp über 52 Prozent Beteiligung. Nur wenig schlechter ging die Wahl in Aue für den Bürgermeister aus: 96,26 Prozent bei knapp 50 Prozent Wahlbeteiligung. Mit Ausnahme der Briefwahl blieb Gebhard in keinem Bezirk unter der Neunzig-Prozent-Marke.

Den Wahltag hatte Bürgermeister Gebhard entspannt verbracht. Nach dem Frühstück habe er mit seinen Söhnen gespielt, anschließend mit der Familie zu Mittag gegessen und schließlich am Nachmittag in Germerode in der zweiten Wanfrieder Mannschaft Fußball gespielt. Obwohl Gebhard selbst ein Tor geschossen hatte, ging das Spiel mit 1:4 deutlich schlechter aus als die Wahl.

Infrastruktur erhalten, finanzielle Leistungsfähigkeit wieder herstellen und dem Rückgang der Einwohnerzahl entgegenwirken, gab Wilhelm Gebhard gestern als die wichtigsten Aufgaben der nächsten sechs Jahre aus.

Von Harald Sagawe

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