Schäfer-Gümbel beim Neujahrsempfang der Wanfrieder SPD

Rettungsschirm hoffentlich kein Knirps

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Willy Brandt habe durch seine Ostpolitik die Wiedervereinigung erst ermöglicht, sagte Schäfer-Gümbel unter anderem.

Völkershausen. „Die SPD ist die Partei, die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Fortschritt begründet hat“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel. Der Landesvorsitzende der hessischen SPD war am Sonntag als Redner zum Neujahrsempfang des Wanfrieder SPD-Ortsvereins nach Völkershausen gekommen.

Der Fraktionsvorsitzende der Wanfrieder SPD Erwin Neugebauer kritisierte die zukünftigen Veränderungen durch den Rettungsschirm. „Schirm“ sei ja im Grunde genommen ein positiv besetzter Begriff. Es werde sich aber zeigen, ob der Rettungsschirm nicht doch ein sehr kleiner Schirm, ein Knirps sei, meinte Neugebauer.

Der Wanfrieder CDU warf er vor, den Ursprung der hohen Schulden zu verkennen. „Die sind nicht einfach vom Himmel gefallen“, sagte der Fraktionsvorsitzende und wünschte sich eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Land.

Gleichzeitig griff er Bürgermeister Wilhelm Gebhard an. Dieser hätte im Schutzschirmvertrag durch geschicktere Verhandlung ein längerfristiges Konsolidierungsziel für Wanfried erreichen müssen, um die Belastung der Menschen geringer zu halten. Schäfer-Gümbel nannte 2013 das Jahr der Sozialdemokratie, nicht wegen der zahlreichen Wahlen, sondern weil die SPD in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiern könne. Er rief den Genossen sozialdemokratische Werte wie „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ in Erinnerung.

Den Wanfriedern versprach er, sich im Falle seiner Wahl um ihre finanziellen Nöte kümmern zu wollen. „Die SPD ist und bleibt die Partei für Arbeit, Bildung und soziale Gerechtigkeit“, sagte Schäfer-Gümbel. (wrs)

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