Richtfest: Rewe-Markt in Wanfried soll Mitte November öffnen

So soll er einmal aussehen: der Rewe-Markt in Wanfried, der derzeit gebaut wird. Grafik:  Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt

Wanfried. Seit Ostern wird gebaut, im November soll er fertig sein: der neue Rewe-Markt in Wanfried. Jetzt wurde das Richtfest gefeiert.

„Mit unvergleichlichem Geschick, natürlich auch mit etwas Glück, ist hier ein Werk geschaffen worden, wie man es nicht findet allerorten“ - Mit diesen Worten ist am Donnerstagnachmittag das Richtfest des neuen Rewe-Marktes in Wanfried eröffnet worden. Ein Dach war zwar noch nicht zu sehen, dennoch liegen die Arbeiten im Zeitplan: Wie ursprünglich anvisiert, soll es am 16. November eine Eröffnungsfeier geben.

Der Neubau 

Seit Ostern wird auf dem Gelände an der Bahnhofsstraße kräftig gearbeitet: Sowohl das Gebäude, in dem sich der Rewe-Markt bis dahin befand, als auch der benachbarte Getränkemarkt und die angrenzende Spielothek sind abgerissen worden. „Das Gebäude war von 1987 und energetisch nicht auf dem neuesten Stand, sodass sich eine Sanierung nicht gelohnt hätte“, erklärt Frederik Hohnstein von der Firma Schoofs Immobilien den Abriss. Das Unternehmen hatte das gut 7700 Quadratmeter große Areal im Herbst 2015 gekauft und lässt dort jetzt einen modernen Komplex bauen: Der Lebensmittelmarkt und der Getränkehandel sind ab November unter einem Dach zu finden, auf dann 1400 Quadratmetern.

Das Angebot 

Zwischen mehr als 13 000 Produkten können sich die Kunden ab November entscheiden, versprechen die Pächter Tanja Wenzel und Reiner Genßler. Zu finden sein werden dann auch Erzeugnisse von regionalen Direktvermarktern, zudem ist eine Bäckerei in den Markt integriert.

Die Kosten 

Zwischen 3,5 und vier Millionen Euro will Schoofs Immobilien in den Standort mitten in Wanfrieds Innenstadt investieren, 30 Arbeitsplätze sind vorhanden. „Die Bürger haben das Prozedere um den Abriss und den Neubau sehr intensiv verfolgt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Für ihn verbessere sich durch den modernen Markt ganz klar die Infrastruktur der Brombeermann-Stadt.

Die Kritik 

Trotz der Freude darüber, dass der Rewe-Markt erhalten bleibt und in den Standort investiert wird, gibt es gerade von den direkten Anwohnern auch kritische Worte. Denn nicht jedem gefällt der „Klotz aus Beton“, der ihnen dort vor die Nase gesetzt wird und durch seine Höhe dafür sorgt, dass Sonnenlicht genommen wird. Zudem gebe es keine optische Einbettung in die Gegend, in der einige der ältesten Gebäude Wanfrieds stehen. Was zudem nicht nur die direkt in der Nachbarschaft wohnenden Bürger wurmt: Dass eine kleine Zufahrt, die von hinten an den alten Markt heranführte, wegfällt. Auch das fehlende Grün ist vielen ein Dorn im Auge.

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