Mit einer Zeitreise in die 20er Jahre feierten die Wanfrieder 65 Jahre Bauernball

Salonfähige Landwirte in Zwirn

Voll Inbrunst: Mit Kopftuch und Mistgabel ausgestattet sangen die Bäuerinnen von ihrem Arbeitsalltag. Foto:  Gudrun Skupio

Wanfried. Dass sie alles andere als mürrische Gummistiefelträger im Holzfällerhemd sind, zeigten Wanfrieds Landwirte im Restaurant Zum Schwan am Samstagabend auf dem Bauernball.

Unter dem Motto „65 Jahre Bauernball, 1200 Jahre Wanfried“ unternahmen die sechs Haupterwerbs- und ein Nebenerwerbslandwirt der Brombeermannstadt eine Zeitreise und versetzten das Publikum in die 20er Jahre. Vor über 100 Gästen swingten die Landwirte mit ihren Ehefrauen oder begeisterten mit ihrem Solo „Veronika, der Lenz ist da“, das sie mit herrlich theatralischer Gestik und Mimik auf Wunsch des Publikums gleich zweimal Playback sangen. Mit Gehstock, Zylinder und in feinen Zwirn gekleidet durfte natürlich der Klassiker „Mein kleiner, grüner Kaktus“ der Comedian Harmonists nicht fehlen, mit dem die Landwirte ihre Liebe zu Pflanzen zum Ausdruck brachten. „Nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch zusammen feiern“, erklärt Peter Feußner den Ursprung des Bauernballs. Beim Stammtisch, der sich nach dem alljährlichen Verladen der Zuckerrüben zusammen fand, wurde die Festivität vor 65 Jahren ins Leben gerufen.

Ob Berufe raten, alte Volkslieder singen, Wer wird Millionär nachspielen oder die Interpretation der Landwirte des Balletts Schwanensee - Neben guter Musik und leckerem Essen lassen sich die Bauern jedes Jahr aufs Neue etwas besonderes einfallen. „Wir wollen uns nicht selbst darstellen, sondern uns und unseren Gästen einen schönen Abend mit jeder Menge Spaß bereiten“, macht Feußner deutlich.

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