Schautafel vervollständigt Drei-Kreise-Schnittstelle zwischen Hessen und Thüringen

Jetzt ist das Drei-Kreise-Eck komplett: (von links) Roswitha und Hubert Steube sowie Jürgen Katzer haben die Schautafel am Gedenkstein aufgestellt. Foto: privat

Wanfried. Der dreiseitige Obelisk verbindet seit November die Region zwischen Werra und Meißner mit dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Wartburgkreis. Jetzt gibt es auch die passenden Schautafeln am sogenannten Drei-Kreise-Stein.

Jürgen Katzer und Hubert Steube hatten sich um die Infotafel gekümmert.

Gesetzt auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie Treffurt-Mühlhausen, zwischen dem einstigen Gut Kleintöpfer und Wendehausen, kündet der Drei-Kreise-Stein von der seit der Grenzöffnung 1989 vielfach praktizierten erfolgreichen Zusammenarbeit. Teamwork bewiesen auch Steube und Katzer. Hubert Steube baute den hölzernen Rahmen und steuerte einige Zeichnungen bei. Jürgen Katzer, der seit rund 40 Jahren die Heimat im Bild festhält, sorgte für die Fotografien. Unter anderem sind längst vergessene Objekte wie die Feldmühle in Heldra zu sehen. Die Wüstung soll der Vorgängerort von Heldra gewesen sein. Aus Treffurt ist beispielsweise der Normannstein abgebildet. Außerdem zieren die Wappen der drei Landkreise die Schautafel.

Ideengeber für den Drei-Kreise-Stein waren der Diedorfer Grenzgeschichtler Stefan Goldmann und der Vorsitzende der IG Heldrastein, Hubert Steube, die die in unmittelbarer Nähe befindlichen ehemaligen DDR- und Kaiserreich-Grenzsteine als wirkungsvollen Standort propagierten, da sich hier nicht nur die drei Kreisgrenzen treffen, sondern auch der ehemalige Kolonnenweg Zeugnis einer über vier Jahrzehnte hinweg praktizierten Teilung zwischen Hessen und Thüringen ist.

Der Ort des Gedenksteins befindet sich an der hessisch-thüringischen Landesgrenze zwischen den Orten Heldra und Wendehausen, am Rastplatz des Unstrut-Werra-Radwegs, direkt am ehemaligen Kolonnenweg - unweit der Landesstraße L3244 - Hessen / L1019 - Thüringen. (ts/mö)

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