Jugendraum Völkershausen soll saniert werden

Seit 25 Jahren wurde nicht renoviert

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Bei roter Wurst und Brötchen, die die Jugendlichen ihren Gästen anboten, diskutierten (von links) Johannes Stelzer, Christoph Sommer, Sabrina Langelotz, Jana Hunstock, Stephanie Krähe, Yannick Konklowsky und Stadtjugendpflegerin Jennifer Müller (verdeckt) mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Ortsvorsteher Manfred Schneider.

Völkershausen. Die Jugendlichen aus Völkershausen haben schon selbst angefangen, ihren Jugendraum zu verschönern. Farbe haben sie von Malermeister Christian Anhalt geschenkt bekommen, gestrichen haben sie selbst, die Lampen wurden abgeklebt und die Möbel verschoben.

Wirklich annehmbar ist die Situation deshalb längst nicht. In ihrer Sitzecke im Keller des Feuerwehrgerätehauses am Ortseingang ist die Gastherme der Heizung untergebracht, den Zugang zu Duschen und Toiletten trennt nur ein Vorhang ab. Vieles wirkt provisorisch.

Renovierung steht an

Voraussichtlich noch in diesem Jahr sollen die Renovierungsarbeiten beginnen. Der Jugendraum von Völkershausen ist fester Bestandteil des Dorferneuerungsprogramms. „Der Kinderspielplatz und der Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses stehen zuerst an“, sagt Ortsvorsteher Manfred Schneider. Zusammen mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Stadtjugendpflegerin Jennifer Müller besuchte er jetzt den Jugendraum, um sich einen Eindruck vom Zustand des Raums zu machen. Einig waren sich alle, dass grundlegend renoviert werden muss. Die Heizungsanlage muss genauso erneuert werden wie die Toiletten. Draußen soll ein Vordach gebaut werden. „Bei der Planung dürft ihr natürlich eure Ideen miteinbringen“, sagt Gebhard. Wenn sich die zehn Jugendlichen, die den Raum derzeit nutzen, etwas wünschen dürften, wäre es ein Durchbruch zwischen den zwei abgetrennten Räumen.

Seit über 25 Jahren ist der Jugendraum von Völkershausen im Keller des Feuerwehrgerätehauses untergebracht. „Seitdem wurde hier nichts mehr investiert“, erzählt Schneider über die ehemalige Gemeinschaftsgefrieranlage. Die Jugendlichen nutzen ihren Jugendraum hauptsächlich am Wochenende. In den Ferien sind sie auch unter der Woche dort anzutreffen. „Quatschen und Austauschen“ gehört zu den Hauptbeschäftigungen der jungen Männer und Frauen. „Sie sind sehr engagiert“, sagt Jennifer Müller. Mittlerweile haben sie eine Kasse angelegt, um kleine Reparaturen und Verschönerungen selbst zu erledigen. „Es ist prima“, lobte Gebhard, „wenn ihr mit dem Jugendraum so verantwortungsbewusst umgeht, wie ihr es zu Hause auch tun würdet.“ Gebhard sagte den Jugendlichen zu, trotz Schutzschirm und Einsparmaßnahmen Jugendräume und die Jugendpflegerin zu erhalten.

Von Tobias Stück

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