Solidarische Landwirtschaft: Eine positive erste Bilanz

Teilnehmer der Solidarischen Landwirtschaft am Infostand beim diesjährigen Martinsmarkt der Eschweger Waldorfschule: (von links) Regina Bachmann, Inge Hielscher, Claudia Schattmann und Rudolf Balser. Foto: privat

Altenburschla. Die Teilnehmer der Solidarischen Landwirtschaft im Werratal zogen einen insgesamt positiven Rückblick auf das erste Jahr der gemeinsamen Ernte. Ende November trafen sich alle bisherigen Teilnehmer und Interessierte und planten das kommende Gemüsejahr 2016.

Im Rückblick wurde u.a. aufgezeigt, welche Besonderheiten und Herausforderungen es im vergangenen Jahr gab.

Anhand der gesamten Produktionskosten, die offen dargelegt wurden, legten die Teilnehmer den neuen Monatsbeitrag für 2016 fest. In einer Teilnahmeerklärung erklären sich die Teilnehmer bereit, zwölf Monate dabei zu bleiben. Die Gärtnerei verpflichtet sich im Gegenzug, Gemüse nach ökologischen Richtlinien anzubauen und an festgelegten Abholorten bereit zu stellen.

Die Gärtner, Kerstin Dehning-Perc und Harald Perc, bauen das Gemüse nach Bioland-Richtlinien, mit überwiegend samenfesten Sorten an. Erntereif und saisonal wird von ihnen das Gemüse abwechslungsreich zusammengestellt. Die Teilnehmer holen ihr Gemüse an den vorher ausgemachten Abholstationen wöchentlich ab. Dadurch erhält jeder Teilnehmer gesundes und frisches Gemüse. So steht Essen auf dem Tisch, das quasi direkt vor der eigenen Haustür wächst und keine langen Transportwege hinter sich hat.

Dieses Konzept habe sich im vergangen Jahr gut bewährt. „Es ist sehr abwechslungsreich, aus dem Inhalt des wöchentlichen SoLaWi-Anteils neue Rezepte auszuprobieren“, sagt Teilnehmer Florian Weich beispielsweise. „Die Gemeinschaft von Gleichgesinnten ist toll“, nennt Regina Bachmann einen der Vorteile. Da mache selbst das Kartoffelernten oder Unkrautentfernen riesigen Spaß. „Dadurch bekommen wir auch einen anderen Blick auf die Lebensmittel, die Wertschätzung ist größer.“ Auch waren sich die Teilnehmer und das Gärtnerehepaar einig, dass das zukünftige Ziel sein sollte, weitere Menschen von der Idee zu begeistern. Gemeinsam und solidarisch könne man gutes tun für die Natur, Gesundheit und Zukunft.

Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich vorher im Internet unter www.gaertnerei-montag.de informieren. (red)

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