Stadt Wanfried halbiert innerhalb eines Jahres das Haushaltsdefizit

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Wanfried. Die Stadt Wanfried reduziert mit dem am Freitagabend eingebrachten Haushalts weiter ihr Defizit. Mit einem Fehlbetrag von knapp 442 000 Euro im nächsten Jahr halbiert die Stadt das Minus im Vergleich zum Vorjahr.

Mit Blick auf 2012 ist es nur noch ein Drittel. 2013 waren 866 000 Euro, 2012 sogar 1,46 Millionen Euro. Die Verbesserung des Haushaltsplanansatzes sei einerseits den Schutzschirmmaßnahmen zu verdanken, andererseits den deutlich gestiegenen Erträgen bei gleichzeitig weniger stark gestiegenen Aufwendungen“, sagte Bürgermeister Wilhelm Gebhard vor dem Plenum. Die Einnahmen steigen im Vergleich zum Vorjahr von 4,637 Millionen Euro auf 5,117 Millionen. Den Löwenanteil machen die Schlüsselzuweisungen mit einem Plus von 339 000 Euro und die allgemein gestiegene Gewerbesteuer (+100 000 Euro) aus. Allerdings steigen auch die Ausgaben. Statt 5,523 Millionen Euro im vergangenen Jahr sind es 2014 über 5,5 Millionen Euro. Trotzdem liegt das Defizit mit 442 000 Euro rund 10 000 Euro unter der Vorgabe des Landes, die im Schutzschirmvertrag vereinbart wurde. „Da der Haushalt 2014 besser ausfällt, als im Abbaupfad vereinbart, gehen wir davon aus, dass das Regierungspräsidium den Etat genehmigt“, sagte Gebhard gestern Abend. Gebhard betonte, dass es das erklärte Ziel sei, im Laufe des Jahres 2014 auch noch die verbleibenden 442 000 Euro auszugleichen, um das festgelegte Schutzschirmziel, in 2015 einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren, zu erreichen. Dabei kündigte er an, dass schon jetzt abzusehen sei, dass die geplanten Maßnahmen für einen Ausgleich noch nicht ausreichend sein werden. Es werde notwendig sein, weitere Einsparungen zu beschließen. Die im vergangenen Jahr gegründete interfraktionelle Schutzschirmkommission wird sich deshalb im Januar wieder zusammensetzen, um über den Weg zum Haushaltsausgleich zu beraten. Durch „verantwortungsvolle Sparmaßnahmen“ und „weitere moderate Gebühren- und Steueranpassungen“ wolle man dieses Ziel erreichen, sagte Gebhard. Der Bürgermeister dankte den Gremien und der Statdverwaltung, die bei der Bekämpfung des seit 2002 zu beklagenden Defizits eine entscheidende Rolle gespielt hätten. (ts)

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