Kinderwunsch erfüllt sich nach der Nierentransplantation

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Glückliche Familie: Die Eltern Monika und Timo Jakob mit ihrer Tochter Stella. Links Frauenärztin Melanie Faber (Medizinisches Versorgungszentrum Hann Münden, Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe), rechts der Leitende Oberarzt Dr. Peter Weithofer (Transplantationszentrum Hann. Münden am NZN). Foto: NZN/nh

Wanfried. Monika Jakob wurde nach erfolgreicher Nierentransplantation schwanger. Vor der Transplantation, als sie noch zur Dialyse ging, blieb ihr Kinderwunsch unerfüllt. In Hann. Münden konnte ihr jetzt geholfen werden.

Für den „Tag der Organspende“ am 7. Juni, an dem die Menschen bundesweit über das sensible Thema aufgeklärt werden sollen, ist die einjährige Stella Jakob aus Wanfried beispielhaft. Sie zeigt, dass gespendete Organe nicht nur Leben retten, sondern auch schenken können.

Stella wurde geboren, nachdem ihrer schwer nierenkranken Mutter dank einer Organspende ein neues Organ transplantiert werden konnte. Vor der Transplantation, als Monika Jakob noch zur Dialyse (Blutwäsche) ging, blieb ihr Kinderwunsch unerfüllt.

„Wir sind sehr dankbar für die Organspende, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.“

Somit war die Freude groß, als die Wanfriederin im April 2011 eine Niere im Transplantationszentrum Hann. Münden am Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN) transplantiert bekam, danach schwanger wurde und vor einem Jahr im Mai 2013 in Göttingen eine gesunde Tochter zur Welt brachte.

Medizinisch betreut wurde sie von Dr. Peter Weithofer, Leitender Oberarzt des Transplantationszentrums Hann. Münden am NZN und von der Frauenärztin Melanie Faber in der Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Medizinischen Versorgungszentrum Hann. Münden - beides Einrichtungen der AWO Gesundheitsdienste am Vogelsang in Hann. Münden.

„Wir sind sehr dankbar für die Organspende, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagen Monika und Timo Jakob. „Ich musste neun Jahre auf die Niere warten. Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, ein Spenderorgan zu bekommen“, berichtet die 42-Jährige rückblickend. „Heute sind wir glücklich, dass sich alles so zum Guten gewendet hat“, sagen die Eltern und blicken liebevoll auf ihre Tochter, die mit ihren blauen Augen fröhlich in die Runde aus Eltern und Ärzten beim Nachsorgegespräch schaut. Stella ist jetzt ein Jahr alt. „Die Kleine ist so zufrieden und ausgeglichen, als ob sie wüsste, unter welchen Umständen sie zur Welt gekommen ist“, meint der stolze 42-jährige Vater.

„Natürlich sind wir auch den beiden Ärzten sehr dankbar für die medizinische Begleitung“, sagt Monika Jakob. Die Frau bewegt der positive Ausgang ihres Krankheitsverlaufs mit ihrem endlich erfüllten Kinderwunsch noch immer. Sie hat Tränen in den Augen. „Auch wir freuen uns sehr“, sagen Melanie Faber und Dr. Peter Weithofer. „Ohne die wichtige Hilfe von Menschen, die Organe spenden, wäre dieses Kind nicht auf der Welt.“ (red/kri)

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