Thüringen sorgt sich um Minen im Grenzgebiet

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Die Bürgermeister Michael Reinz (Treffurt), Wilhelm Gebhard (Wanfried) und Andreas Henning (Südeichsfeld) fühlten sich von Bund und Land mit dem Minen-Problem allein gelassen. Sie sollten die Haftung übernehmen. Dagegen haben sie sich in einem Brief gewehrt. 

Wanfried. Thüringen wird eine ergänzende Recherche zum bestehenden Restrisiko von Minen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Auftrag geben.

Das ist die Antwort auf den Brief der drei Bürgermeister Michael Reinz (Treffurt), Andreas Henning (Gemeinde Südeichsfeld) und Wilhelm Gebhard (Wanfried), die vom Land Thüringen gefordert hatten, Unterstützung im Umgang mit dem Minen-Problem aus DDR-Zeiten zu bekommen.

Laut Gutachten aus dem thüringischen Ministerium liegt auf 42 Flächen mit insgesamt etwa 25 Kilometer Länge entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein erhöhtes Restrisiko vor. Betroffen sind davon auch das Wanderziel Mainzer Köpfe bei Wendehausen und den Kielforst Klippen zwischen Herleshausen und Pferdsdorf. Die drei Kommunen Wanfried, Treffurt und Südeichsfeld fühlen sich von der Bundesrepublik Deutschland im Stich gelassen. Die drei Nachbargemeinden sollen zur Haftung herangezogen werden, wenn auf dem Wanderweg P 12, der entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze verläuft, eine der DDR-Minen hochgeht, die bisher noch nicht entschärft wurden. Es dürfe nicht sein, dass die Kommunen mit diesem Problem allein gelassen werden, haben die drei Bürgermeister Ende Juli an das thüringische Innenministerium geschrieben.

Von Tobias Stück

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