Traditionelle Osterübung der Feuerwehren Wanfried und Treffurt

Frankershausen. Am kommenden Freitag gibt es die erste Führung in diesem Jahr durch die Kripp- und Hielöcher bei Frankershausen. Die wohl bekannteste Stelle: das Kuhloch. Naturparkführer Fritz Schindewolf erklärt, wie das Loch zu seinem Namen kam.

Wanfried. Pünktlich um 18.20 Uhr ertönt die Sirene. Schon kurz darauf treffen die sechs Einsatzwagen der Feuerwehren aus Wanfried und Treffurt am ehemaligen Firmengelände Bode in Wanfried ein. Bereits zum 27. Mal findet die gemeinsame Osterübung der Feuerwehren am Dienstag nach dem Osterfest statt.

Dafür wird in den ehemaligen Firmengebäuden mit Nebelmaschinen einen Brand inszeniert. Doch damit nicht genug, in den Gebäuden befinden sich zudem drei vermisste Personen, die von den Einsatzkräften zunächst schnellstmöglich gerettet werden müssen.

Auch das Deutsche Rote Kreuz trifft kurz nach dem ertönen der Sirene auf dem Firmengelände ein, um die geretteten Personen zu versorgen. Nachdem die Einsatzwagen die zuvor besprochene Stellung eingenommen haben, geht es plötzlich ganz schnell.

Löschangriff beeindruckt

Drei Einsatzwagen bekämpfen in einem Außenangriff das inszenierte Feuer von der Rückseite des Gebäudes. Die Einsatzkräfte des vierten Löschfahrzeugs starten von der Vorderseite einen Innenangriff, um die vermissten Personen zu retten.

Kurz nachdem die Einsatzkräfte, ausgestattet mit Atemschutzgeräten, in das Gebäude vordringen, tragen sie die erste Person aus dem Gebäude und übergeben sie den Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes. Nachdem auch die anderen vermissten Personen gerettet werden, starten die Feuerwehrmänner auch von der Vorderseite einen Außenangriff, um das Feuer zu löschen.

Doch der Einsatz hat nicht nur zum Zweck den Ernstfall zu erproben. Vor allem soll getestet werden, ob die Wasserversorgung durch den nahegelegenen Brunnen bei einem Brand in den Gebäuden der ehemaligen Firma Bode ausreichend Wasser für einen Löscheinsatz zur Verfügung stellt.

Am Ende der Übung muss Wehrführer Peter Thiel jedoch feststellen, dass der Brunnen im Ernstfall nicht genügend Löschwasser bereitstellt: „Im Fall eines Brandes in den ehemaligen Firmengebäuden werden wir umgehend die nahegelegenen Hydranten nutzen, um eine umfassende Wasserversorgung zu gewährleisten“, erklärt Thiel. Mit der Arbeit der knapp 40 Feuerwehrmännern die an der Übung teilnahmen, ist der Wehrführer jedoch sehr zufrieden. Viele Wanfrieder kamen auf das Gelände, um sich die eindrucksvolle Übung anzusehen. Auch der Bürgermeister von Treffurt, Michael Rainz, Wanfrieds Stadtbrandinspektor Benedikt Beckmann und der Stadtbrandmeister von Treffurt, Norbert Zimmer, waren vor Ort, um sich die Übung anzusehen.

Von Alina Schäfer

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